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Weiss, Sabine

Claudia de’ Medici – Eine Prinzessin als Landesfürstin von Tirol (1604–1648)

Claudia de’ Medici, die spätere Landesfürstin von Tirol, wurde 1604 als jüngstes Kind Ferdinands I. de’ Medici, Großherzog von Toskana, geboren. Bereits mit 19 Jahren Witwe geworden, vermählte sich die mit einer reichen Mitgift versehene und damit als Braut höchst attraktive Claudia 1626 mit Erzherzog Leopold von Tirol, dem Bruder Kaiser Ferdinands. Nach dem Tod Leopolds 1632 übte Claudia bis 1646 für ihren Sohn Ferdinand Karl die Regentschaft aus. 1648 ist sie gestorben. Die Innsbrucker Historikerin Sabine Weiss hat der Medici-Prinzessin nun eine fundierte, gut lesbare und dazu vorzüglich bebilderte Biographie gewidmet. Sie stellt heraus, daß Claudia in der Zeit ihrer Regentschaft, die durch die Wirren des Dreißigjährigen Kriegs gekennzeichnet war, durchaus eigene Akzente in Landespolitik und Kulturleben zu setzen wußte. So gestaltete sie das Innsbrucker Hofleben glanzvoll nach Florentiner Vorbild und gab dem Wirtschaftsleben durch den Bozner Merkantilrat und eine geplante Seidenindustrie neue Impulse. Das Lebensbild der Landesfürstin gerät so zugleich zu einem farbigen Gemälde österreichischer Geschichte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Rezension: Talkenberger, Heike

Weiss, Sabine
Claudia de’ Medici – Eine Prinzessin als Landesfürstin von Tirol (1604–1648)
Tyrolia Verlag, Innsbruck 2004, 304 Seiten, Buchpreis € 39,90
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