Roeck, Bernd Das historische Auge – Kunstwerke als Zeugen ihrer Zeit - wissenschaft.de
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Roeck, Bernd

Das historische Auge – Kunstwerke als Zeugen ihrer Zeit

Was können (oder sollen) ein Porträt, eine Landschaftsdarstellung oder ein Historienbild über die historischen Persönlichkeiten oder die dargestellten Verhältnisse aussagen, wie „realitätsgerecht“ sind sie? Auf diese Fragen kann man in dem gründlichen, anschaulich geschriebenen Buch „Das historische Auge“ von Bernd Roeck aufschlußreiche Antworten finden. Nach einer klärenden Darstellung kunst- und kulturwissenschaftlicher Methoden zur Bildinterpretation beschreibt Roeck im zweiten Kapitel unter dem Titel „Die Welt im Kunstwerk“ die Bedingungen künstlerischer Produktion von der Renaissance bis zur Französischen Revolution im Spannungsfeld von Künstler, Auftraggeber und Markt. Deutlich wird, daß Kunst immer als Interpretation von erlebten Wirklichkeiten aufgefaßt werden sollte. Vorausgesetzt, man berücksichtigt dies, kann Kunst hervorra?gend als histo?rische Quelle dienen, etwa für die Entwicklung der neuzeit?lichen Subjektivität, für die Herausbildung konfessioneller Kulturen oder für die Körper- und Geschlechtergeschichte. Anhand einzelner Kunstwerke lotet Roeck immer wieder deren spannende Reflexe auf Vergangenes aus, etwa bei der so „realistisch“ wirkenden niederländischen Malerei oder am Beispiel der Darstellung von Herrschern bzw. dem „einfachen Volk“, wo er die politischen Implikationen von Kunst zeigt. Im Kapitel „Das Kunstwerk in der Welt“ sind dagegen Wahrnehmungsgeschichte und Kunstrezeption ebenso Thema wie deren gesellschaftliche Funktionen (etwa als Erinnerungsort).

Rezension: Talkenberger, Heike

Roeck, Bernd
Das historische Auge – Kunstwerke als Zeugen ihrer Zeit
Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, 375 Seiten, Buchpreis € 29,90
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