Ulrich Pfisterer Der „göttliche Künstler“ - wissenschaft.de
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Ulrich Pfisterer

Der „göttliche Künstler“

Neben Leonardo da Vinci und Michelangelo gehört Raffael Sanzio aus Urbino zu den bedeutendsten italienischen Renaissance-Künstlern. Seine liebliche Sixtinische Madonna oder das beeindruckende Porträt von Papst Julius II. sind ebenso berühmt geworden wie seine Fresken, die verschiedene Räume des Vatikanpalastes oder der Villa Farnesina schmücken.

Eine neue Publikation des Kunsthistorikers Ulrich Pfisterer bietet eine Biographie des Künstlers und instruktive Deutungen seiner Werke, die sich in guter Qualität abgebildet finden. Pfisterer verfolgt Raffaels Werdegang in Urbino und Florenz, seinen schwindelerregenden Aufstieg und seine Erfolge in Rom sowie schließlich den Raffael-Kult der Nachwelt. Der Autor stellt heraus, wie sehr Raffael sich um die Weiterentwicklung seiner künstlerischen Gestaltungen bemühte, immer wieder zu Variationen und Neuerungen ansetzte, und wie er seinen Ruhm durch klugen Einsatz der Druckgraphik sicherte. Zu Raffaels großem Erfolg trug jedoch zudem bei, dass er nicht nur über Ehrgeiz und unermüdliche Arbeitskraft, sondern auch über ein weites Netzwerk, Organisationstalent und ein einnehmendes Wesen verfügte. Schließlich kamen ihm die Zeitumstände entgegen, denn unter den Päpsten Julius II. und Leo X. herrschte ein Klima, das der Kunst außerordentlich förderlich war.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Ulrich Pfisterer
Raffael
Glaube, Liebe, Ruhm.
Verlag C. H. Beck, München 2019, 384 Seiten, € 58,–

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