Tobias Arand Der Krieg aus vielen Blickwinkeln - wissenschaft.de
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Tobias Arand

Der Krieg aus vielen Blickwinkeln

Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 hat in seinem für den Deutschen Bund siegreichen Ausgang weit über das 19. Jahrhundert hinaus gewirkt. Die erbitterte „Erbfeindschaft“ zwischen den Nachbarn Deutschland und Frankreich erhielt durch die Ereignisse zu Kriegsende neue Nahrung, da die Proklamation Wilhelms I. zum Deutschen Kaiser im Spiegelsaal von Versailles eine fundamentale Demütigung Frankreichs darstellte. Und das war nicht alles: Die hohen Reparationszahlungen sowie die Abtretung Elsass-Lothringens an die Deutschen boten Zündstoff für spätere blutige Konflikte. Doch wie war es zu alledem gekommen?

Ein „Lesebuch“, so schreibt Tobias Arand in seinem Vorwort, möchte sein Band über 1870/71 sein. Um ein möglichst anschauliches Bild zu bieten, ruft er 40 Zeitgenossen in den Zeugenstand. An ihrem Kriegserleben und ihrem Alltag mit seinen Sorgen und Nöten kann der Leser teilnehmen. Breit ist das gesellschaftliche Spektrum; es reicht von der Arbeiterin über den Offizier bis hin zu den Entscheidungsträgern, von deren Überlegungen man ebenso erfährt. Besonders eindrücklich lesen sich die Erinnerungen der einfachen Soldaten, in denen die zunehmende Brutalisierung durch den Krieg beklemmend deutlich wird, doch man liest auch von Friedenssehnsucht und Mitleid: Während die einen von „grauenhaften Leichenfeldern“ an der Loire schreiben, berichten die anderen vom großen Leid der hungernden und frierenden Menschen im belagerten Paris.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Tobias Arand
1870/71
Die Geschichte des Deutsch-Französischen Krieges erzählt in Einzelschicksalen
Osburg Verlag, Hamburg 2018, 692 Seiten, € 30,–

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