Andreas W. Daum Der Rastlose - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Andreas W. Daum

Der Rastlose

Der Historiker Andreas W. Daum geht analytischer vor, stellt Alexander von Humboldt ganz bewusst in einen historischen Kontext und erklärt die wissenschaftliche Entwicklung des Forschers. Daum sieht Humboldt als Kind seiner Zeit. „Humboldt fiel nicht vom Himmel. Er hatte nicht nur viele Bewunderer, sondern auch eindrucksvolle Vorgänger und Mitstreiter“, schreibt der Autor und verweist zu Recht darauf, dass Humboldts faszinierende Talente und Erkenntnisse auch ein Umfeld brauchten, um sich zu entfalten.

Auch Daum schreitet die wichtigsten Lebensstationen seines Protagonisten ab, doch blickt er zugleich auf das an Umbrüchen und Neuorientierungen reiche Zeitgeschehen zwischen Aufklärung, Revolution und Nationalismus, in denen sich Alexander von Humboldts Charaktereigenschaften, seine Umtriebigkeit, Rastlosigkeit, intellektuelle Mobilität und unersättliche Neugier, zu spiegeln scheinen. Positiv für ihn war, dass Wissen und Bildung zum Antrieb eines selbstbewussten Bürgertums wurden. Daum gelingt ein in aller Kürze empfehlenswerter Überblick.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Andreas W. Daum
Alexander von Humboldt
Verlag C. H. Beck, München 2019, 128 Seiten, € 9,95

Anzeige
Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Ei|gen|kir|che  〈f. 19; unz.; MA〉 Kirche im Besitz eines weltlichen Grundherrn, der die Geistlichen ernannte u. dem der Ertrag des kirchlichen Grundbesitzes zufiel

Cho|le|lith  〈[ço–] m. 1; Med.〉 = Gallenstein [<grch. chole ... mehr

einspei|sen  〈V. t.; hat; IT〉 in einen Computer eingeben; Sy einspeichern ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige