Isenmann, Eberhard Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150 –1550 - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Isenmann, Eberhard

Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150 –1550

Ein wirkliches opus magnum hat der Historiker Eberhard Isenmann zur deutschen Stadt im Mittelalter vorgelegt. Es fußt auf seinem großen Werk von 1988 zur Stadt im Spätmittelalter, wurde jedoch stark erweitert. Nun umfasst die Publikation rund 1100 Seiten und handelt die städtische Entwicklung von 1150 bis 1550 ab.

Wie sah eigentlich die Stadt im Mittelalter aus? Mit dieser Frage beginnt der Autor das erste Kapitel „Die Stadt und ihre Bewohner“ und zeichnet idealtypisch das Bild eines komplexen Mikrokosmos, in dem sich innerhalb der Stadtmauer eine Vielzahl sozialer Gemeinschaften drängte, die ihre Rechte oft im Konflikt aushandelten, den unterschiedlichsten Erwerbsformen nachgingen, sich auf Festen und Umzügen vergnügten. Wichtige Aspekte wie Demographie, Hygiene und Medizin oder die Bebauung werden angesprochen.

Stadtrecht und Stadtverfassung, Städtetypen (wie Bischofs- oder Reichsstädte), Stadtregiment und Gemeinde, das Verhältnis von Stadt und Kirche sowie von Stadt und Umland, Sozialstruktur und soziale Gruppen, Familie und Zünfte sowie schließlich die städtischen Wirtschaftsformen werden nachfolgend bis in alle Winkel ausgeleuchtet. Nicht zuletzt der 100-seitige Anhang zu Quellen und Literatur macht den Band zu einer Fundgrube für jeden, der sich intensiv mit dem Thema befassen möchte.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Isenmann, Eberhard
Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150 –1550
Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2012, 1129 Seiten, Buchpreis € 79,90
Anzeige
Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Ka|thar|sis  〈a. [′–––] f.; –; unz.〉 1 seelische Reinigung, Läuterung 2 〈Lit.; nach Aristoteles〉 Läuterung des Zuschauers durch die Tragödie, indem sie in ihm Empfindungen von Furcht u. Mitleid erweckt ... mehr

Tri|ton 1  〈m.; –to|nen, –to|nen; grch. Myth.〉 Meeresgott, halb Mensch, halb Fisch [nach dem Sohn des Poseidon]

Ra|dio|ak|ti|vi|tät  〈[–vi–] f. 20; unz.〉 radioaktive Beschaffenheit

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige