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Bücher

Die Emanzipierung des Patienten

Wer bei dem Titel zuerst die Stirn runzelt, ist in bester Gesellschaft. Sagt sogar der Autor, der erst nach einer langen und schmerzhaften Reise zu den Erkenntnissen gelangt ist, die er hier präsentiert. Die man nicht alle zu 100 Prozent teilen muss, auch das sei hier gleich gesagt. Aber erhellend ist das Buch allemal. Auch wenn Böttcher versichert, er wolle niemanden beschuldigen, da kein Mensch, sondern das System, das nur an Kranken verdiene, an den Missständen schuld ist, so ist Teil eins („Unheil“) eine Abrechnung: mit Leitlinien, Ärzten und der Pharmaindustrie per se. Man wird beim Lesen das Gefühl nicht los, dass der Autor frustriert ist. Aber auch, dass man das alles irgendwie ahnt und nur gar nicht so genau wissen will. Und es stimmt: Geldbewegungen zwischen Ärzten und Industrie haben kriminelle Züge; medizinische Studien und ihre Hintergründe können einen erschaudern lassen. Reale, ernste Probleme unseres Gesundheitssystems. Nur: Heißt das wirklich für den Einzelnen, dass er auf die moderne Medizin ganz verzichten sollte? Weil etwa Autoimmunerkrankungen so nicht existieren? Etwas weniger Radikalismus wäre hier angebrachter. Interessanter ist da Teil zwei („Heil“), in dem es darum geht, wie Psyche, Umwelteinflüsse und Lebensstil Krankheiten beeinflussen – und wie dieses Wissen dem Patienten ermöglicht, sein Leid selbst zu lindern. Und sein Leben wieder in die Hand zu nehmen.

Sven Böttcher
Rette sich, wer kann
Das Krankensystem meiden und gesund bleiben
Westend Verlag. 240 Seiten, 18 €

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natur-Sonderausgabe 2022

Ziemlich beste Freunde
Von der besonderen Beziehung zu unseren Haustieren

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Grünstoff – der Medientipp des Monats

Serie: Hervorragend – Junge Menschen und ihr Engagement

Wissenschaftslexikon

fah|renlas|sen  auch:  fah|ren las|sen  〈V. t. 174; hat; fig.〉 1 etwas ~ loslassen … mehr

Kra|gen  〈m. 4〉 1 den Hals umschließender Teil der Kleidung (Hemd~, Mantel~, Pelz~, Rock~) 2 〈bei Tieren〉 Halsfedern, Halspelz … mehr

Mas|sen|psy|cho|lo|gie  〈f. 19; unz.〉 Zweig der Psychologie, der sich mit dem Verhalten der Menschen als ungegliederter Masse u. der Beeinflussung des Einzelnen durch diese Masse beschäftigt

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