Die Jagd auf die Venus - wissenschaft.de
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Bücher

Die Jagd auf die Venus

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Autor: Andrea Wulf-xxx- Verlag: Bertelsmann, München 2012-xxx- Seiten: 412 S.-xxx- ISBN: 978–3–570–10095–0-xxx- Buchpreis: € 21,99
und die Vermessung des Sonnensystems

Im Frühjahr 1760 rief der französische Astronom Joseph-Nicolas Delisle Kollegen in aller Welt zur ersten weltumspannenden Beobachtung eines astronomischen Ereignisses auf: des Venus-Transits vom 6. Juni 1761. Er wollte damit eine Idee des bereits verstorbenen Edmond Halley in die Tat umsetzen und aus den vereinten Messergebnissen den Abstand der Erde zur Sonne berechnen. Viele Expeditionen in ferne Länder wurden organisiert, in einer Zeit, als die großen Nationen miteinander im Krieg lagen.

In diesem exzellent recherchierten, flott geschriebenen und mit zeitgenössischen Stichen illustrierten Buch erzählt die Journalistin und Historikerin Andrea Wulf die Geschichte dieser Expeditionen. Dabei interessiert sie sich vor allem für das Schicksal der wagemutigen Forscher. Zum Beispiel das von Guillaume Le Gentil: Er segelte gen Indien, wo die Franzosen die Kolonie Pondicherry verwalteten. Doch als er dort ankam, hatten die Engländer den Ort eingenommen und verwehrten dem Franzosen den Zutritt. Kurzentschlossen wartete Le Gentil überwiegend auf Madagaskar acht Jahre lang bis zum nächsten Venus-Transit. Doch wieder hatte er Pech: Es war bewölkt. Nach mehr als elf Jahren kehrte er ergebnislos nach Paris zurück. Die Messergebnisse der anderen Forscher erbrachten indes mit großer Genauigkeit die erhoffte Entfernung Erde–Sonne – und ermöglichten so die erste genaue Vermessung des Sonnensystems.

Thomas Bührke

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Ma|the|leh|rer  〈m. 3; kurz für〉 Mathematiklehrer, Lehrer für das Fach Mathematik

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