Lill, Rudolf Die Macht der Päpste - wissenschaft.de
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Lill, Rudolf

Die Macht der Päpste

Die Publikationen zur Geschichte der Päpste häufen sich in letzter Zeit. Der Historiker Rudolf Lill gibt zu, daß sein neues Buch auch der „Papst-Euphorie“ geschuldet ist, doch hat er als profunder Kenner der Kirchengeschichte wirklich etwas zu sagen. Er zeigt, wie die Päpste im Lauf der Jahrhunderte zu der Machtfülle gelangt sind, über die Benedikt XVI. heute verfügt. Leider beschränkt sich der Autor auf die Entwicklungen seit dem Konzil von Trient. Für eine tiefergehende Analyse hätte die Papstgeschichte des Mittelalters berücksichtigt werden müssen.

Lill dagegen legt den Schwerpunkt auf das 19. und 20. Jahrhundert, hier besonders auf Papst Pius XII., dessen Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus in einem eigenen Kapitel sachlich untersucht wird. Mit den jüngsten Entwicklungen im Vatikan rund um Johannes Paul II. und Benedikt XVI. setzt sich Lill sehr kritisch auseinander, etwa mit der zunehmenden medialen Inszenierung. Exkurse wie etwa zur Schweizergarde und zum Risorgimento fördern das Verständnis, so daß das Buch auch weniger informierten Lesern zu empfehlen ist.

Rezension: Hauff, Andrea

Lill, Rudolf
Die Macht der Päpste
Verlagsgemeinschaft Topos plus, Kevelaer 2006, 237 Seiten, Buchpreis € 10,90
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