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Ute Frevert

Die Politik der Demütigung – Schauplätze von Macht und Ohnmacht

„Am Pranger stehen“ ist eine noch heute gebräuchliche Redensart, die sich auf eine Strafpraxis in Mittelalter und früher Neuzeit bezieht. Der Delinquent musste für ein Verbrechen sühnen, indem er an einem öffentlichen Ort stehen musste, in Eisen geschlossen. Dazu wurde ihm eine Tafel mit seinem Vergehen um den Hals gehängt. Diese und ähnliche Praktiken der Demütigung sind das Thema einer neuen Studie von Ute Frevert, wobei sie ihr Augenmerk auf die Zeit vom 18. Jahrhundert bis heute lenkt.

Ob öffentliche Auspeitschung, wie sie noch im 19. Jahrhundert im Militär und in kolonialen Verhältnissen auch noch später üblich war, oder das Kahlscheren des Kopfes als Strafe für Frauen (wie etwa in Frankreich 1945 angewandt), all dies verstieß gegen die Menschenwürde. Gleichwohl wurde und wird noch immer mit dem Mittel der Beschämung gearbeitet, nicht zuletzt in der Schule. Ein extrem wirkungsvolles Instrument der öffentlichen Bloßstellung ist heute das Internet.

Frevert beschreibt diese Demütigungsrituale, aber auch die Kritik, die sich gegen sie erhob, vor allem aber das Wechselspiel von Macht und Ohnmacht, das sie auszeichnet. Und sie fragt nach den politischen Bedingungen für die Existenz öffentlicher Beschämung.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Ute Frevert
Die Politik der Demütigung – Schauplätze von Macht und Ohnmacht
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2017, 326 Seiten, Buchpreis € 25,00
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