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Schwarze, Gisela

Die Sprache der Opfer

Die Erforschung der Zwangsarbeit während der Zeit des Nationalsozialismus ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Forschungsfeld innerhalb der Historiographie des 20. Jahrhunderts geworden. Deutlich wurden nicht nur die quantitativen Dimensionen der Zwangsarbeit und deren Beitrag zur deutschen Kriegswirtschaft, sondern auch die zum Teil recht unterschiedlichen Bedingungen, unter denen die aus den besetzten Gebieten deportierten Menschen in Deutschland arbeiten mußten.

Einen wichtigen Beitrag zu diesem Fragenkomplex hat Gisela Schwarze vorgelegt. Sie hat eine kommentierte Sammlung von Briefen herausge?bracht, worin Betroffene aus Rußland und der Ukraine ihre zumeist bitteren Erfahrungen der Zwangsarbeit im Raum Münster schildern. Diese Briefe entstanden auf Anregung der Verfasserin, die sich im Namen des Vereins „Gegen das Vergessen – Für Demokratie“ mit den ehemaligen Zwangsarbeitern und -arbeiterinnen in Verbindung setzte. Als Gliederungsprinzip der Sammlung dienen die verschiedenen Einsatzbereiche, etwa auf dem Land, in Haushalt und Handwerk, vor allem aber in der Industrie. Aus der Fülle von unterschiedlichsten Beobachtungen und Erlebnissen, die oft ausgesprochen nüchtern geschildert werden, ergibt sich ein differenziertes Bild von den Sorgen, Leiden, aber auch kleinen Freuden der Betroffenen, die zudem in berührender Weise dankbar dafür sind, daß sie nicht vergessen wurden. So löst das Buch sein wichtiges Vorhaben ein, den bisher namenlosen Opfern eine Sprache zu geben.

Rezension: Talkenberger, Heike

Schwarze, Gisela
Die Sprache der Opfer
Klartext Verlag, Essen 2005, 331 Seiten, Buchpreis € 18,90
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