Weiss, Sabine Die vergessene Kaiserin – Bianca Maria Sforza. Kaiser Maximilians zweite Gemahlin - wissenschaft.de
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Weiss, Sabine

Die vergessene Kaiserin – Bianca Maria Sforza. Kaiser Maximilians zweite Gemahlin

Eigentlich war die nicht-adlige Mailänderin Bianca Maria Sforza keine standesgemäße Braut für den Habsburger Maximilian, der 1486 römischer König geworden war. Dass er Bianca Maria dennoch nach dem Tod seiner geliebten ersten Gemahlin Maria von Burgund 1494 heiratete, lag an den Hoffnungen Maximilians, durch Mailand Unterstützung für seinen Romzug zur Kaiserkrönung zu erhalten – und der immensen Mitgift der Braut von 400000 Dukaten.

Mit der inzwischen fast vergessenen Gemahlin Kaiser Maximilians hat sich die emeritierte Innsbrucker Historikerin Sabine Weiss befasst. In ihrem sehr qualitätvoll bebilderten Band schildert die Autorin detailliert und quellennah das keineswegs beneidenswerte Leben ihrer Protagonistin am Innsbrucker Hof, das wegen der hohen Verschuldung Maximilians von ständiger Geldnot geprägt war. Das Hauptproblem der Ehe jedoch war deren Kinderlosigkeit, weswegen Maximilian schließlich völlig das Interesse an seiner Gattin verlor – ein Schicksal, das Bianca Maria mit vielen ihrer ähnlich glücklosen Standesgenossinnen teilte. Nach ihrem Tod profitierten die Habsburger jedoch sehr von der Verbindung, denn sie wurden Erben des Herzogtums Mailand, das sie bis 1859 inne‧hatten.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Weiss, Sabine
Die vergessene Kaiserin – Bianca Maria Sforza. Kaiser Maximilians zweite Gemahlin
Verlag Tyrolia, Innsbruck 2010, 320 Seiten, Buchpreis € 34,95
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