Schäll, Ernst Friedrich Adler – Leben und Werk - wissenschaft.de
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Schäll, Ernst

Friedrich Adler – Leben und Werk

„…unser Leben wäre armselig, wenn uns nicht die Einbildungskraft, die Phantasie eingeboren wäre“ , schrieb der jüdische Künstler Friedrich Adler 1937 in einem Aufsatz. Als einer der Vertreter des Jugendstils schuf er beeindruckende Werke wie das Buntglasfenster „Zwölf Stämme Israels“, filigrane Elfenbeinschnitzereien oder kunstvolle Metallobjekte. Darüber hinaus machte er sich als Gestalter verschiedener Textildrucke und Wohnungseinrichtungen einen Namen.

Eindrucksvoll schildert Ernst Schäll, Verfasser zahlreicher Publikationen über Friedrich Adler sowie über die jüdische Geschichte Laupheims das Leben und Schaffen des 1878 in Laupheim geborenen Künstlers, der auch in München und Hamburg lehrte. Persönliche Erinnerungen und erfrischend unkonventionelle Zitate Adlers vermitteln gemeinsam mit Pressemitteilungen einen lebendigen Eindruck der damaligen Zeit.

Die Abbildungen der Kunstwerke bieten einen Einblick in die Arbeitswelt eines Freigeistes, dessen Karriere von großen Gegensätzen geprägt war: Erfolge wie die „Deutsche Werkbundausstellung Cöln“ im Jahre 1914 oder die berühmten Hamburger Künstlerfeste stehen dabei dem Berufsverbot unter den Nationalsozialisten und die Ermordung Adlers in Auschwitz gegenüber.

Das sachlich fundierte und interessant verfaßte Buch schildert nicht nur den Werdegang eines außergewöhnlichen Künstlers, sondern wartet zudem mit hochwertigen Darstellungen selten abgebildeter Arbeiten auf, die nicht nur für Liebhaber des Jugendstils sehenswert sind.

Rezension: Laser, Bettina

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Schäll, Ernst
Friedrich Adler – Leben und Werk
Federsee-Verlag, Bad Buchau 2004, 136 Seiten, Buchpreis € 34,50
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