Werner, Charlotte M. Friedrich Schiller und seine Leidenschaften - wissenschaft.de
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Werner, Charlotte M.

Friedrich Schiller und seine Leidenschaften

Während Goethe eher als Bonvivant gilt, der den Reizen des weiblichen Geschlechts keineswegs abgeneigt war, gehen bei Schiller die Meinungen auseinander. Die einen stilisieren ihn zum Asketen, die anderen sehen ihn auch von Liebesleidenschaft ergriffen. Und wie steht es mit der Behauptung, Schiller habe bei den Frauen seine häusliche Versorgung und psychische Stabilisierung, nicht aber geistige Stimulation gesucht? Schon der Titel des Buchs von Charlotte M. Werner, „Friedrich Schiller und seine Leidenschaften“, gibt die Richtung vor. Beginnend bei der Mutter, stellt die Autorin eine ganze Reihe von Frauen vor, die für das Leben Schillers bedeutsam waren. Diese mit ihrer eigenen Geschichte, nicht nur als Beiwerk einer Schiller-Biographie zu präsentieren, ist das größte Verdienst des manchmal oberflächlichen und vorschnell psychologisierenden Buchs.

Rezension: Talkenberger, Heike

Werner, Charlotte M.
Friedrich Schiller und seine Leidenschaften
Droste Verlag, Düsseldorf 2004, 239 Seiten, Buchpreis € 16,95
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