Sellin, Volker Gewalt und Legitimität – Die europäische Monarchie im Zeitalter der Revolutionen - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Sellin, Volker

Gewalt und Legitimität – Die europäische Monarchie im Zeitalter der Revolutionen

Wie schafften es die europäischen Monarchien im Zeitalter der Revolutionen, ihre Macht zu legitimieren, und wie verloren sie sie? Dieser Frage ist der Neuzeit-Historiker Volker Sellin in seiner neuen Studie nachgegangen. In anschaulichen Fallstudien analysiert er vorwiegend die Verhältnisse in England, Frankreich, Österreich, Russland sowie Preußen bzw. dem Deutschen Reich, daneben werden auch Italien und Spanien berücksichtigt.

Während bis zum 18. Jahrhundert Religion, Dynastie und Kriegserfolg als wichtige Grundpfeiler der monarchischen Legitimität wirkten, änderte sich das Bild mit der Französischen Revolution grundlegend. Nun konnte das Gottesgnadentum keine ausreichende Legitimitätsgrundlage mehr für die Monarchie sein.

Sellin zeigt im Einzelnen, wie Monarchien etwa durch den Konstitutionalismus, nationale Politik oder soziale Reformen neue Legitimitätsmuster entwickelten, wie sie aber auch in der Anwendung von Gewalt gegen das Volk ihre Legitimität einbüßten. Problematisch erscheint allerdings diese schematische Gegenüberstellung von „Gewalt“ und „Legitimität“, kann doch Gewalt (etwa gegen den innenpolitischen Gegner) durchaus auch Teil einer monarchischen Legitimitätsstrategie sein.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Sellin, Volker
Gewalt und Legitimität – Die europäische Monarchie im Zeitalter der Revolutionen
Oldenbourg Verlag, München 2012, 345 Seiten, Buchpreis € 39,80
Anzeige
Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Op|ti|mis|mus  〈m.; –; unz.〉 Ggs Pessimismus 1 Lebensbejahung, Zuversichtlichkeit in allen Dingen, Lebenseinstellung, infolge deren man alle Dinge von der besten Seite sieht ... mehr

Zu|cker|rü|be  〈f. 19; Bot.〉 zur Zuckergewinnung gezüchtete Rübe: Beta vulgaris ssp. exulenta f. altissima

♦ Hy|dra  〈f.; –, Hy|dren〉 1 〈Zool.〉 zeitlebens einzeln lebender, nicht stockbildender Süßwasserpolyp der Klasse Hydrozoa 2 〈Myth.〉 neunköpfiges Wasserungeheuer ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige