Harpprecht, Klaus Harald Poelchau – Ein Leben im Widerstand - wissenschaft.de
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Harpprecht, Klaus

Harald Poelchau – Ein Leben im Widerstand

Klaus Harpprecht hat eine glänzende Biographie über Harald Poelchau vorgelegt. Mit ihr macht er auf eine der bemerkenswertesten Persönlichkeiten des deutschen Widerstands aufmerksam, die bisher viel zuwenig bekannt ist. Als Gefängnisseelsorger hat Poelchau viele begleitet, die, als Widerstandskämpfer von der Gestapo verhaftet, in der Haftanstalt Berlin-Tegel einsaßen und in Verzweiflung ihre Hinrichtung erwarteten. Diese bitteren Erfahrungen haben ihn in seinem Widerstand gegen das Hitler-Regime bestärkt. Harpprecht geht den Gründen für Poelchaus unerschrockenen Mut zum Widerstand nach – sie liegen vor allem in der Orientierung an der Theologie des religiösen Sozialisten Paul Tillich. Diese und seine bestürzenden Erfahrungen führten den Theologen zur Unterstützung des „Kreisauer Kreises“ um den Freiherrn von Moltke. Auch die kommunistischen Widerstandskämpfer der „Roten Ka?pelle“ hat Poelchau betreut, so wie er wiederholt verfolgten Juden half, nicht ohne Gefahr für sich und seine Familie. Nach dem Krieg als landeskirchlicher Industrie- und Sozialpfarrer in Berlin tätig, starb Harald Poelchau 1972.

Rezension: Talkenberger, Heike

Harpprecht, Klaus
Harald Poelchau – Ein Leben im Widerstand
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2004, 253 Seiten, Buchpreis € 19,90
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