Dederichs, Mario R. Heydrich – Das Gesicht des Bösen - wissenschaft.de
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Dederichs, Mario R.

Heydrich – Das Gesicht des Bösen

„Heydrichíada“ – das tschechische Wort steht synonym für eine beispiellose Welle von Terror und Gewalt, die im Sommer 1942 im damaligen „Protektorat Böhmen und Mähren“ wütete. Ausgelöst wurde sie durch den Mordanschlag auf den berüchtigten Chef des Reichssicherheitshauptamtes und Hitlers Statthalter in Prag, Reinhard Heydrich. Dem Hauptorganisator des Massenmords an Europas Juden, Gastgeber der Wannsee-Konferenz und direkten Vorgesetzen von Adolf Eichmann wendet sich die Biographie des 2003 verstorbenen „Stern“-Korrespondenten Mario R. Dederichs zu.

Detailliert und sorgfältig recherchiert behandelt der Autor den erschreckenden Werdegang des Hallenser Musikersohnes zum Massenmörder und Schreibtischtäter, der im Ausland schon während des Krieges allein durch sein Äußeres zum Sinnbild des brutalen, „arischen“ Nationalsozialisten wurde. Dederichs nähert sich zwar der Persönlichkeit Heydrichs durch genaue Quellenanalyse und Befragung von Zeitzeugen an, kann aber letztlich keine schlüssige Erklärung für dessen Verbrechen liefern – statt die Banalität des Bösen zu enttarnen, wird Heydrich durch einige Äußerungen von Befragten gar weiter dämonisiert.

Rezension: Böhles, Marcel

Dederichs, Mario R.
Heydrich – Das Gesicht des Bösen
Piper Verlag, München 2005, 329 Seiten, Buchpreis € 19,90
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Wissenschaftslexikon

vo|kal  〈[vo–] Adj.; Mus.〉 für Singstimme(n) geschrieben, Gesangs… [zu lat. vocalis ... mehr

Woll|hand|krab|be  〈f. 19; Zool.〉 7,5 cm breite Krabbe aus China, seit 1912 auch in Europa verbreitet; die Scheren des Männchens sind mit einem dichten Wollpelz besetzt: Eriocheir sinensis

♦ hy|bri|disch  〈Adj.〉 = hybrid

♦ Die Buchstabenfolge hy|br… kann in Fremdwörtern auch hyb|r… getrennt werden.
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