Hirndoping – ist das fair? - wissenschaft.de
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Hirndoping – ist das fair?

Höhere Konzentrationsfähigkeit, exzellentes Gedächtnis, mehr Kreativität, gesteigerte Produktivität: David Adam ist davon überzeugt, dass ihn sein Ausflug in die Welt des Hirndopings zu einem besseren Menschen gemacht habe – auch dank diverser Selbstversuche mit Medikamenten, Drogen und elektrischer Hirnstimulation. Und er verspricht: Das schaffen Sie auch!
 
David Adam, ein vielfach ausgezeichneter britischer Wissenschaftsjournalist, berichtet in seinem neuen Buch von Menschen, bei denen der berühmte „Schlag auf den Hinterkopf“ – oft war es ein Unfall – das Denkvermögen erhöhte. Und er räumt mit der These auf, der Mensch lasse 90 Prozent seines Gehirns ungenutzt. „Falsch“, sagt er, alle „kleinen grauen Zellen“ seien ständig aktiv. Wir müssten nur lernen, diese Aktivität effektiv einzusetzen. Dazu würden die modernen Neurowissenschaften viele Möglichkeiten eröffnen. Dass das wirklich funktionieren kann, hat Adam bewiesen: Er optimierte seine Gehirnfunktionen so lange, bis ihn „Mensa“ aufnahm, der Club der intelligentesten Menschen der Welt.
 
Er schildert aber auch, welche gesundheitlichen Risiken Menschen beim Hirndoping eingehen, um sich im Konkurrenzkampf Vorteile gegenüber anderen zu verschaffen. Und er fragt, ob es ethisch vertretbar sei, wenn gesunde Menschen dazu Methoden nutzen, die zur Heilung von Kranken entwickelt wurden. Seine Antwort: Das Leben ist nicht fair. Und wer sich einen Vorteil verschaffen kann, der tut es eben.
 
David Adam
Das Genie, das in uns steckt
dtv premium, 320 S., € 16,90
ISBN 978–3–423–26185–2
E-Book für € 14,99, ISBN 978–3–423–43347–1
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