Françoise Giroud Ich bin eine freie Frau. - wissenschaft.de
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Françoise Giroud

Ich bin eine freie Frau.

Die bedeutende französische Journalistin, Linksintellektuelle, Feministin und Politikerin Françoise Giroud (1916 –2003) beginnt ihre autobiographischen Aufzeichnungen mit einem starken Statement: „Ich bin eine freie Frau.“ Für sie bedeutet dies zuallererst, sich selbst finanzieren zu können, ohne Abhängigkeit von einem Mann. Der Weg bis dahin war nicht leicht für die Tochter aus jüdischer Familie, deren Vater früh starb und deren Mutter zwar charmant, aber ohne ökonomisches Geschick war. Giroud arbeitete sich hoch; sie war Sekretärin, Drehbuchautorin, schließlich Chefredakteurin der Frauenzeitschrift „Elle“ und seit 1953 gemeinsam mit Jean-Jacques Servan-Schreiber Herausgeberin des Nachrichtenmagazins „L’Express“ sowie von 1974 bis 1976 Staatssekretärin für Frauenfragen.

Verfasst hatte Giroud ihre Erinnerungen 1960 nach einem missglückten Selbstmordversuch, sie tragen daher das Signum einer Selbstvergewisserung. Das sehr persönliche, glänzend geschriebene Buch zu lesen ist unbedingt ein Gewinn, nicht zuletzt, weil es Einblicke in die spannende linksintellektuelle Pariser Szene der 1950er und 60er Jahre zulässt. Einzig mehr Erläuterungen für den deutschen Leser hätte man sich gewünscht.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Françoise Giroud
Ich bin eine freie Frau.
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2016, 236 Seiten, Buchpreis € 19,90
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