Feld, Helmut Ignatius von Loyola – Gründer des Jesuitenordens - wissenschaft.de
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Feld, Helmut

Ignatius von Loyola – Gründer des Jesuitenordens

Mit Ignatius von Loyola (1491– 1556; eigentlich Íñigo López Oñaz de Loyola) verbindet man hauptsächlich sein Wirken als bedeutender Theologe und Gründer des Jesuitenordens. Doch Loyola war nicht von Anfang an für eine geistliche Laufbahn bestimmt worden. Geboren als jüngster Sohn eines baskischen Adligen, wand-te er sich von 1517 an dem Militärdienst zu. Seiner Autobiographie, dem „Pilgerbericht“, nach verursachte eine schwere Verletzung im Gefecht seine Bekehrung. Wieder genesen, lebte Loyola zunächst ein Jahr als Büßer, woran sich eine Pilgerfahrt nach Jerusalem und ein Studium der Theologie und Philosophie in Alcalá und Salamanca anschlossen.

Seiner unkonventionellen Ansichten wegen geriet der strenge Eiferer mehrmals in Konflikt mit der spanischen Inquisition, der er sich schließlich 1528 durch eine Flucht nach Paris entzog. Mit einigen Gleichgesinnten gründete Loyola eine neue Glaubensgemeinschaft, die 1540 von Papst Paul III. als „Societas Iesu“ genehmigt wurde.

Der Theologe Helmut Feld hat dem Ordensmann und unerbittlichen Seelsorger eine lesenswerte Biographie gewidmet, die großes Gewicht auf die spirituelle Entwicklung Loyolas bis zur Ordensgründung legt, dann sein Wirken in Rom und schließlich das weitere Geschick des Jesuitenordens nach dem Tod ihres Gründers darstellt. Obwohl seinem Protagonisten durchaus zugewandt, bemüht sich Feld um eine ausgewogene und manchmal kritische Würdigung des später Heiliggesprochenen, dessen Bedeutung für die Erneuerung des katholischen Glaubens im Zeitalter der Reformation unbestritten ist.

Rezension: Talkenberger, Heike

Feld, Helmut
Ignatius von Loyola – Gründer des Jesuitenordens
Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2006, 483 Seiten, Buchpreis € 29,90
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