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Michael North

Kulturaustausch: die Niederlande in der Welt

dam0222bue06.jpgIn den Niederlanden entwickelte sich im Lauf des 17. Jahrhunderts erstmals ein von fürstlichen oder kirchlichen Auftraggebern unabhängiger Kunstmarkt. Maler produzierten in großer Zahl (pro Jahr um die 70 000 Gemälde!) für eine bürgerliche Käuferschicht, Kunsthändler traten als Vermittler auf. Michael North blickt in seiner faktenreichen Studie nicht nur auf diesen heimischen Markt, sondern weitet die Perspektive auf die globale Verbreitung der niederländischen Kunst und die kulturellen Austauschprozesse im „Goldenen Zeitalter“ aus.

Bedingung dafür waren die weitgespannten Verbindungen der Ost- bzw. der Westindischen Handelskompanie. Durch sie kamen einerseits fremde Güter in die niederländischen Haushalte: Porzellane, Lackwaren, Papageien, Teppiche, Kakao – all das war in den Ostindienläden zu erwerben und konnte in Raritätenkabinetten gesammelt werden.

Andererseits verbreitete sich niederländische Kunst und Kultur in weiten Teilen der Welt, wie die folgenden Kapitel zeigen, nämlich an den deutschen Küsten, in Brasilien, Curaçao und Surinam, auf dem nordamerikanischen Kontinent und in Südafrika, in Batavia, Indien, Japan und China. Jedes dieser Kapitel wird durch die Biographie eines Kulturvermittlers bzw. einer -vermittlerin eingeleitet. So erfahren die Leser etwas über Johann Moritz von Nassau-Siegen, der Gouverneur der Westindischen Kompanie in Brasilien war, von den Aktivitäten der Maria Sibylla Merian auf Surinam oder von Margrieta van Varick, die zunächst in Malakka und dann in New York lebte.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Michael North
Das Goldene Zeitalter global
Die Niederlande im 17. und 18. Jahrhundert
Böhlau Verlag, Wien/Köln/Weimar 2021, 317 Seiten, € 35,–

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