Leben in der Maschine? - wissenschaft.de
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Leben in der Maschine?

Das Leben auf der Erde begann mit Molekülen, Zellen und Organismen, die sich vervielfältigen konnten. Weiterentwicklung gab es nur durch Mutation und Selektion. Doch Menschen haben etwas erfunden, das schneller funktioniert: Dank Sprache, Schrift und Technik bauen wir den Planeten um. Unsere Software, die Gehirninhalte, können wir verändern – doch die biologische Hardware setzt uns nach wie vor Grenzen.

Der Astrophysiker und Wissenschaftsphilosoph Max Tegmark sieht nun auch dieses Limit fallen: Künstliche Intelligenz (KI), das „Leben 3.0“, ist nicht gebunden an die Substanz, mit der die Daten verarbeitet werden. Daher kann sie wesentlich leistungsfähiger sein als unser Gehirn. Mit Spracherkennung, Bildverarbeitung, autonomen Fahrzeugen und selbstlernenden smarten Maschinen hat diese neue Ära begonnen.

Tegmark hält sich nicht lange damit auf, ob KI in 30 oder 300 Jahren die menschliche Intelligenz auf allen Ebenen übertreffen wird. Sein Thema ist, wie man sicherstellen kann, dass die Menschheit davon profitiert – und nicht dadurch untergeht. Wie bringen wir Maschinen Moral bei und wie geben wir ihnen die richtigen Ziele, die sie anstreben, selbst wenn sie ein eigenes Bewusstsein entwickeln sollten? Wichtige Fragen, die jetzt diskutiert werden müssen, denn sonst könnte es zu spät sein, ist Tegmark überzeugt. Mit seinem „Future of Life Institute“ fördert er weltweit Wissenschaftler, die an sicherer und nützlicher KI arbeiten.

Max Tegmark
Leben 3.0
Ullstein, Berlin 2017
528 S., € 26,–
ISBN 978–3–550–08145–3

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