Gregor Gysi Mit Kampfgeist und Witz - wissenschaft.de
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Gregor Gysi

Mit Kampfgeist und Witz

Wer an dem Juristen und Linken-Politiker Gregor Gysi sein Redetalent und seinen Humor schätzt, der wird auch seine Autobiographie gern lesen. Als Kind einer großbürgerlichen, teilweise jüdischen Familie mit internationalem Flair war der 1948 geborene Gysi in der DDR manches Mal mit Ressentiments konfrontiert. Gleichwohl trat er nach dem Abitur mit voller Überzeugung, „auf der richtigen Seite zu stehen“, in die SED ein, studierte Jura und arbeitete von 1971 an als Rechtsanwalt. Selbst kein Regimegegner, verteidigte Gysi gleichwohl DDR-Kritiker wie Robert Havemann oder Bärbel Bohley.

Als Wanderer zwischen den Welten beschreibt sich der Autor auch im Fortgang seiner beruflichen Karriere, der von 1989 an eine politische folgte: Gysi wurde Vorsitzender der SED bzw. PDS, später Fraktionsvorsitzender der Partei „Die Linke“. Man verfolgt, wie der Politiker sich mit Kampfgeist, Selbstbewusstsein und Gewitztheit einen Schlagabtausch mit seinen zahlreichen Gegnern liefert. Gysi erzählt mit leichter Hand (und damit deutlich weniger selbstreflexiv, als zum Beispiel Joachim Gauck sich mit seinem Leben auseinandergesetzt hat). Unterhaltsam und informativ aber ist sein Lebensbericht allemal.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Gregor Gysi
Ein Leben ist zu wenig
Die Autobiographie
Aufbau Verlag, Berlin 2017, 583 Seiten, € 24,–

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