Peter Neumann Neue Wege in Jena - wissenschaft.de
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Peter Neumann

Neue Wege in Jena

Höchst vergnüglich liest sich Peter Neumanns Buch über die intellektuelle Szene in Jena um 1800. Die Protagonisten sind bekannt: Da ist Friedrich Schlegel, der mit seinem radikalen Roman „Lucinde“ ringt, während seine Frau Dorothea Schlegel das Geld verdient; da ist Caroline Schlegel-Schelling, die kühn aus den für Frauen eigentlich vorgegebenen Schranken ausbricht und sogar als vermeintliche Revolutionärin verhaftet wird; da ist der Dichter Novalis, der von den dunklen Mysterien der Unterwelt raunt, und schließlich ist da der erst 23-jährige Philosoph Schelling, der, an die Universität Jena berufen, mit seiner spekulativen Naturphilosophie die Studenten elektrisiert.

Man ist kritisch, man lebt auf engstem Raum zusammen, oft mit finanziellen Nöten, doch stets in intellektuell anregende Gespräche vertieft – wem will da nicht die Wohngemeinschaftsatmosphäre der 1970er Jahre einfallen? Auch wenn die Kundigen nicht viel Neues erfahren, so sieht man sich doch durch Neumanns Darstellung in eine spannende Zeit versetzt, die in ihrer Suche nach neuen Antworten viele moderne Entwicklungen angestoßen hat.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Peter Neumann
Jena 1800
Die Republik der freien Geister
Siedler Verlag, München 2018, 255 Seiten, € 22,–

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