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Bernd Schneidmüller/Harald-Wolter von dem Knesebeck

Repräsentation und Seelenheil

Das Evangeliar Heinrichs des Löwen und Mathildes von England, das zwischen 1173 und 1189 entstand, ist wegen seiner kostbaren Gestaltung und der herausragenden Illuminationen, über deren Kunstfertigkeit und Bildprogramm man nur staunen kann, ein Ausnahmewerk. Der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde der Kodex durch seinen spektakulären Rückerwerb: Im Zweiten Weltkrieg verloren, tauchte er 1983 bei einer Versteigerung in London wieder auf und wurde für 32 Millionen Mark von verschiedenen bundesrepublikanischen Trägern erworben.

Mit dem Prachtkodex befasst sich ein opulenter Bildband, der eine kluge historische Betrachtung zum Stifterpaar und seinem Selbstverständnis mit der Besitzgeschichte und der kunsthistorischen Ausleuchtung der vier Evangelistenbilder sowie der 20 ganzseitigen Miniaturen verbindet. Entstanden im Skriptorium des Klosters Helmarshausen, war das Evangeliar für St. Blasius in Braunschweig bestimmt, die Grablege seiner Stifter. Das Evangeliar zeugt neben der Sorge um die Memoria und das eigene Seelenheil auch von dem großen herrscherlichen Selbstbewusstsein des Welfenpaares, dessen Ansprüchen Friedrich Barbarossa jedoch ein Ende bereitete.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Bernd Schneidmüller/Harald-Wolter von dem Knesebeck
Das Evangeliar Heinrichs des Löwen und Mathildes von England
wbg Edition, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2018, 253 Seiten, € 99,95

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