Kaufmann, Alois Totenwagen – Kindheit am Spiegelgrund mit einer historischen Nachberatung von Peter Malina - wissenschaft.de
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Kaufmann, Alois

Totenwagen – Kindheit am Spiegelgrund mit einer historischen Nachberatung von Peter Malina

Auch Kinder wurden in der NS-Zeit verfolgt und getötet, wenn sie zu einer der als „minderwertig“ eingestuften Bevölkerungsgruppen gehörten: Neben den Juden waren dies die körperlich oder geistig Behinderten und die sozial Unangepassten. Während die „schwer Erziehbaren“ in „Fürsorgeheimen“ Qual und Demütigung ertragen mussten, wurden im „Euthanasie-Programm“ Tausende von behinderten Kindern im Zeichen des nationalsozialistischen Wahns getötet.

Zum Synonym für die Nazi-Aktionen gegen Kinder in Österreich wurde die „Nervenheilanstalt“ bzw. die „Fürsorgeanstalt“ „Am Spiegelgrund“ in Wien. Etwa 700 Kinder sind hier bis 1945 getötet worden. Als „aufsässiges“ Kind wurde Alois Kaufmann mit neun Jahren ins Heim eingeliefert. Sein erschütternder Bericht aus der Kinderperspektive, verfasst in einer präzisen, eindringlichen Sprache, schildert nicht nur die grausame Abrichtung der Kinder zu willenlosen Befehlsempfängern, sondern auch die gezielte Tötung von Schicksalsgefährten. Die Verantwortlichen blieben nach dem Krieg meist unbehelligt, die Leiden der Opfer wurden lange totgeschwiegen – auch davon erzählt das Buch.

Rezension: Talkenberger, Heike

Kaufmann, Alois
Totenwagen – Kindheit am Spiegelgrund mit einer historischen Nachberatung von Peter Malina
Mandelbaum Verlag, Wien 2007, 125 Seiten, Buchpreis € 19,90
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