Plöckinger, Othmar Unter Soldaten und Agitatoren – Hitlers prägende Jahre im deutschen Militär 1918-1920 - wissenschaft.de
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Plöckinger, Othmar

Unter Soldaten und Agitatoren – Hitlers prägende Jahre im deutschen Militär 1918-1920

Die Macht Adolf Hitlers war aufs engste mit dessen demagogischem Geschick verbunden. Mit großer Akribie übte er seine Mimik und Gestik regelmäßig vor dem Spiegel ein. Die schrille Hassrhetorik seiner öffentlichen Reden, seine patriotischen Phrasen, die ihn heute eher wie einen Schmierenkomödianten erscheinen lassen, entfalteten damals eine enorme indoktrinierende Wirkung. Die Weltanschauung, die Hitler transportierte, sein aggressiver Antisemitismus und sein rassistisch-völkisches Gedankengut, hatte verheerende Folgen.

Wie kam es zur Politisierung des psychisch labilen Weltkriegsheimkehrers, den die existentielle Kriegserfahrung und der männerbündische Heroismus an der Front fasziniert hatten, und woher stammte seine menschenverachtende Ideologie? Antworten hierauf sucht der Historiker Othmar Plöckinger in Hitlers militärischem Umfeld der Jahre 1918 bis 1920, das bislang wenig erforscht wurde. Das nicht zuletzt vom Rechtsradikalismus der Freikorps politisierte bayerische Militär war ein Sammelbecken antisemitischen und antikommunistischen Denkens, das, so arbeitet Plöckinger heraus, entscheidend zur Ideologisierung Hitlers beigetragen hat.

Rezension: Christian Volkholz

Plöckinger, Othmar
Unter Soldaten und Agitatoren – Hitlers prägende Jahre im deutschen Militär 1918-1920
Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn/München/Wien/Zürich 2013, 377 Seiten, Buchpreis € 39,90
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