Mareike Vennen Unterwasserwelt im Kleinformat - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Mareike Vennen

Unterwasserwelt im Kleinformat

https://static.wissenschaft.de/uploads/d/a/dam0219bue06_DA2E8DED-74B9-454E-9375-0532AA368C5B.jpgWie kann man ein ganzes Buch über die Geschichte des Aquariums schreiben? Wenn man die preisgekrönte Studie von Mareike Vennen gelesen hat, wird man sich diese Frage nicht mehr stellen. Vennen setzt ein mit dem 10. Oktober 1876, als in New York das erste Aquarium vor 1500 geladenen Gästen eröffnet wurde. Endlich trockenen Fußes einen unmittelbaren Einblick in die Unterwasserwelt der Fische und anderer Meeresbewohner erhalten zu können, das war eine Sensa-
tion. Doch dann der Schock: Die Glasscheiben des Aquariums zerbrachen, ein Schwall von Wasser mitsamt diversem Getier ergoss sich über die Zuschauer!

Dieser Vorfall wird für Vennen zum Symbol der Geschichte des Aquariums, das von der Aneignung des Ozeans durch den Menschen zeugt, aber auch von den damit verbundenen Schwierigkeiten. Vennen untersucht, welches naturkundliche Wissen durch das Aquarium vermittelt wurde, wie die Forscher es schafften, die Bewohner der Ozeane zu transportieren und in der künstlichen Umgebung am Leben zu erhalten, und welche Rolle die Medien bei der Verbreitung des „Aquarium-Fiebers“ spielten, das einen schwunghaften Handel begründete.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Mareike Vennen
Das Aquarium
Praktiken, Techniken und Medien der Wissensproduktion (1840–1910)
Wallstein Verlag, Göttingen 2018, 423 Seiten, € 37,–

Anzeige
Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Rie|men  〈m. 4; Mar.〉 Ruder ● sich (tüchtig) in die ~ legen kräftig rudern; ... mehr

Ma|xi|mal|do|sis  〈f.; –, –do|sen; Abk.: MD; Med.; Pharm.〉 höchste Dosis einer Arznei, die vom Arzt gegeben werden darf

Char|ge 2  〈[ar] f. 19; Theat.〉 kleine, aber ausgeprägte Charakterrolle, die übertreibend dargestellt wird [frz., ”Übertreibung“]

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige