Volker Reinhardt Vielfalt durch Wettbewerb - wissenschaft.de
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Volker Reinhardt

Vielfalt durch Wettbewerb

Was ist das Besondere an der italienischen Kultur? Der Historiker Volker Reinhardt, einer der besten Kenner des Themas, macht als ein wichtiges Kriterium die fruchtbare Konkurrenz zwischen Papst, Stadtrepublik und Hof aus. Das Land, in dem seit dem 11. Jahrhundert Städte wie Pisa, Florenz oder Siena aufstiegen, bildete in der Folge mächtige Höfe etwa in Mantua, Ferrara oder Urbino aus, und überall bestand durch ein gesteigertes Repräsentationsbedürfnis große Nachfrage nach Kunst, Musik und Literatur.

Reinhardt blickt in kurzen, glänzend geschriebenen Kapiteln anhand zentraler Bauwerke, Bilder oder Dichtungen bzw. einzelner Persönlichkeiten auf die kulturelle Entwicklung Italiens vom 11. bis zum 21. Jahrhundert. Der Leser erfährt, wie es Venedig durch ein ausgeklügeltes Prinzip von „check and balances“ gelang, als einzige Herrschaft die Republik zu bewahren und in seinem Dogenpalast dem Bürger Offenheit und Transparenz zu suggerieren. Oder man befindet sich im 20. Jahrhundert zwischen futuristischer Malerei, faschistischer Architektur und neorealistischem Film, der mit suggestiven Bildern die Lebensrealität der einfachen Menschen einfangen wollte. Fazit: Das Buch bietet ein Bildungserlebnis und Lesevergnügen zugleich!

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Volker Reinhardt
Die Macht der Schönheit
Kulturgeschichte Italiens
Verlag C. H. Beck, München 2019, 651 Seiten, € 38,–

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