Gerd Koenen Weltgeschichte des Kommunismus - wissenschaft.de
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Gerd Koenen

Weltgeschichte des Kommunismus

Einen großen Bogen spannt Gerd Koenen mit seinem neuen Buch, das sich der Geschichte des Kommunismus widmet. Er beginnt bei der „Alten Welt des Kommunismus“, bei Urgemeinschaften und Stämmen, fahndet im Gilgamesch-Epos ebenso wie bei Platon oder in den christlichen Endzeitvisionen nach kommunistischen Vorstellungen und blickt dann auf die Revolutionen des 18. und 19. Jahrhunderts. Darin eingebettet, sieht er auf das „Marx’sche Momentum“, um schließlich in Russland das Epizentrum der Marx-Rezeption auszumachen und sich am Ende noch China zuzuwenden. Verkürzungen bleiben da manchmal nicht aus.

So einschüchternd dieser Großzuschnitt des Themas aber auch ist, so ausgesprochen gut ist das oft packend geschriebene Buch zu lesen. Immer wieder kreist Koenen um die Janusköpfigkeit des Kommunismus: Hoffnung auf Erlösung von allen Zwängen und Gemeinschaftlichkeit hier, Bereitschaft, diesen utopischen Zustand auch mit brutaler Gewalt gegen Andersdenkende zu erreichen, da.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Gerd Koenen
Die Farbe Rot
Ursprünge und Geschichte des Kommunismus
Verlag C. H. Beck, München 2017, 1133 Seiten, € 38,–

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