Welche medizinische Auffälligkeit wurde dem Adel unterstellt? - wissenschaft.de
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Bilderrätsel

Welche medizinische Auffälligkeit wurde dem Adel unterstellt?

LIBRO_DE_LOS_CASTIGOS_DEL_REY_SANCHO_IV_DE_CASTILLA_“INFANTE_SANCHO_IV_PRESENTA_VASALLAJE_AL_REY”_–_SIGLO_XIII._Lage:_BIBLIOTECA_NACIONAL-COLECCION,_MADRID,_SPANIEN
(Bild: AKG / Album / Oronoz)

Den spanischen Adligen des Mittelalters – hier König Sancho IV. von Kastilien (1284 –1295) – verdanken wir einen Begriff, mit dem bis heute Angehörige der Aristokratie bedacht werden. Von Bedeutung ist hierbei, dass die Familien der frühen spanischen Elite meist westgotische Vorfahren hatten und sich daher durch eine etwas hellere Haut von ihren Untergebenen unterschieden. Welche angebliche medizinische Auffälligkeit wurde dem Adel unterstellt?

(Bild: AKG / Joseph Martin).

Bereits unter maurischer Herrschaft sprach man in Kastilien vom sangre azul, dem „azurblauen Blut“ der Noblen. Bald wurden alle Adligen Spaniens als „blaublütig“ bezeichnet. Ein blasser Teint, bei dem die Adern durchschimmern, galt über Jahrhunderte als Markenzeichen der Aristokratie (links: Gemälde der spanischen Gräfin von Vilches, 1853). Im Deutschen taucht der Begriff erst um 1800 auf und wird spätestens seit dem 20. Jahrhundert in leicht spöttischer Weise verwendet.

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