Das verpasste Patent - wissenschaft.de
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Rätsel

Das verpasste Patent

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Illustration: Hubert Warter
Mitten im Krieg gab es eine Luftfahrtschau. Getrieben von einer Mischung aus Nostalgie und Neugier spazierte die 44-jährige promovierte Ingenieurin – seit einem Jahrzehnt „nur noch“ Hausfrau und Mutter – über das Gelände. Und war wie vor den Kopf geschlagen: Die Querruder sämtlicher Flugzeuge waren mit den von ihr seinerzeit vorgeschlagenen Ausgleichsgewichten bestückt.

Ein klarer Fall von geistigem Diebstahl. Aber sie hatte nach der ersten Veröffentlichung ihrer Innovation – teils aus Blauäugigkeit, teils aus Geldmangel – auf die Patentierung verzichtet. Sie wäre reich geworden, denn seitdem kommt kaum ein Flugzeug ohne ihren Kniff aus.

Ihr Vater war Entwicklungsingenieur für den Luftschiffpionier Ferdinand Graf von Zeppelin und Gründer eines Flugzeugwerks. Die Liebe zur Luftfahrt war der hier Gesuchten offenbar in die Wiege gelegt. Sie trat als Lehrling in das Unternehmen ihres Vaters ein und lernte fliegen. Nach dem Ersten Weltkrieg studierte die junge Frau Technische Physik und entwickelte eine Formel, um dem Einknicken schwingender Tragekonstruktionen vorzubeugen.

Jahre später nahm sie an einem Preisausschreiben der Gesellschaft für Luftfahrt teil: Sie beschrieb, wie man das Brechen von Tragflächen, damals die Ursache etlicher Abstürze, verhindern konnte. Die Arbeit wurde preisgekrönt. Doch praktikabel sei ihre Idee nicht – sagten ihr Branchenexperten. Die beeilten sich danach offenbar, die kluge Idee in ihren Konstruktionen einzuführen.

Wer war die Ingenieurin, die das gefürchtete „Flattern“ an Flugzeugtragflächen besiegte, aber um ihren Lohn geprellt wurde?

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Die Auflösung finden Sie hier .

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Mu|ti|la|ti|on  〈f. 20; Med.〉 Verstümmelung [zu lat. mutilare ... mehr

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