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Freitag, 19.10.2018
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Die Perseiden kommen!

Am 12. und 13. August regnet es besonders viele helle Sternschnuppen

Sternschnuppen-Regen: In den kommenden Nächten lohnt ein Blick in den Himmel. Denn der Meteorschauer der Perseiden erreicht am 12. August seinen Höhepunkt. Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde könnten dabei fallen – darunter besonderes viele helle "Feuerbälle". In diesem Jahr sind die Meteore besonders gut zu sehen, weil Neumond ist und daher kein störendes Mondlicht die Sternschnuppen-Beobachtung stört.
Perseiden-Meteor über dem Joshua Tree National Park in den USA

Perseiden-Meteor über dem Joshua Tree National Park in den USA

In jedem Jahr um den 12. August herum erreicht der Meteorschauer der Perseiden seinen Höhepunkt. Er entsteht, weil die Erde durch den Staubschweif des Kometen 109P/Swift-Tuttle wandert. Er war zuletzt im Jahr 1992 in Sonnennähe und kehrt alle 133 Jahre wieder. Wenn die Erde die sandkorn- bis erbsengroßen Staubbröckchen aus seinen Schweifresten passiert, rasen sie mit rund 60 Kilometern pro Sekunde durch die obere Atmosphäre und erzeugen leuchtende Spuren – Sternschnuppen.

Viele Sternschnuppen am mondlosen Himmel


In diesem Jahr sind die Bedingungen für die Beobachtung der Perseiden besonders günstig. Zum einen fällt das Maximum der Perseiden auf ein Wochenende, zum anderen stört diesmal kein Mondlicht die Sternschnuppen-Jagd. Denn nur einen Tag vor dem Perseiden-Maximum ist Neumond, so dass der Mond am Himmel kaum zu sehen ist. "Der mondlose Himmel bedeutet, dass die Sicht in diesem Jahr besonders gut sein wird", sagt Diana Hannikainen vom Magazin Sky & Telescope.

Die Perseiden sind Teilchen aus dem Schweif des Kometen Swift-Tuttle

Die Perseiden sind Teilchen aus dem Schweif des Kometen Swift-Tuttle

Zum Höhepunkt des Meteorschauers könnten bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde fallen. Typisch für die Perseiden ist dabei ein besonders hoher Anteil von "Feuerbällen" – größeren Sternschnuppen, die einen sehr hellen, mehrere Sekunden lang sichtbaren Lichtstreif am Himmel hinterlassen. Sie entstehen, weil unter den Staubresten des Kometen Swift-Tuttle neben sandkorngroßen auch erbsengroße Körnchen vorhanden sind. Wenn sie in der Atmosphäre verglühen, werden sie zu besonders hellen Sternschnuppen.


Erst die Earthgrazer, dann das Maximum


Am besten zu sehen sind Perseiden am späten Abend und in der zweiten Nachthälfte. Denn dann steht das Sternbild Perseus hoch am Himmel – und aus seiner Richtung kommen die meisten Sternschnuppen angeflogen. Dieser sogenannte Radiant gab dem Perseiden-Schauer auch seinen Namen. Einige der Sternschnuppen in diesen Nächten könnten allerdings auch "Ausreißer" sein: Meteore, die zu den schwächeren Schauern der Delta Aquariiden und Kappa Cygniden gehören. Denn auch sie tragen zur "Sternschnuppen-Saison" im August bei.

Verfolgt man die Bahn der Perseiden zu ihrem Ursprung zurück, scheinen sie aus dem Sternbild Perseus zu kommen, daher ihr Name.

Verfolgt man die Bahn der Perseiden zu ihrem Ursprung zurück, scheinen sie aus dem Sternbild Perseus zu kommen, daher ihr Name.

Doch auch schon kurz nach Sonnenuntergang kann sich ein Blick in den Himmel lohnen. Denn dann sind die "Earthgrazer" unterwegs: Sternschnuppen, die vom noch niedrig stehenden Sternbild Perseus ausgehen und daher in einer sehr flachen Bahn über den Himmel rasen. Ihre fast horizontalen Lichtspuren sind dadurch oft besonders lang zu sehen.

Einfach auf eine Wiese legen


Für die Sternschnuppen-Jagd legt man sich am besten an einem dunklen Ort auf eine Wiese und schaut nach oben in den Himmel. "Entspannen sie sich und geben Sie ihren Augen Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen", rät Kelly Beatty von Sky & Telescope. Ein Fernglas ist nicht nötig, das bloße Auge reicht.


Für alle, die am Wochenende nicht dazu kommen: Auch in den Nächten vor und nach dem Perseiden-Maximum fallen noch viele Sternschnuppen. Auch dann kann es sich daher lohnen, in einer der lauen Sommernächte in den Himmel zu schauen.
(Sky & Telescope, Max-Planck-Institut für Astronomie, 10.08.2018 - NPO)
 
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