Bilder mit zwei Gesichtern - wissenschaft.de
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Technik+Digitales

Bilder mit zwei Gesichtern

Die britische Firma Sherwood Technology kann mittels eines neu entwickelten Verfahrens Dokumente auf einfache Weise mit nahezu fälschungssicheren Bildern versehen. Diese werden durch einen ultravioletten Laserstrahl in eine dünne Schicht eines Farbstoffes eingeschrieben. Je nach Blickwinkel erscheinen die Bilder dabei als Positiv- oder Negativbild, und lassen sich daher nicht mit herkömmlichen Druckmethoden reproduzieren.

Im Gegensatz zu den von Scheckkarten oder Personalausweisen bekannten, hologrammartigen Bildern in Regenbogenfarben kommt das neue Verfahren ohne komplizierte optische Beleuchtungsschritte aus. Das zu beschreibende Dokument muss lediglich mit einer dünnen Farbstoffschicht überzogen werden, die für ultraviolette Strahlung empfindlich ist.

Mit einem Laserstrahl einer Wellenlänge von 266 oder 355 Nanometern kann dann das gewünschte Bild mit einer Auflösung von bis zu 2500 dpi in Graustufen eingeschrieben werden. Der Clou dieses Verfahrens besteht darin, dass die Tintenschicht je nach Blickwinkel sichtbares Licht auf unterschiedliche Weise reflektiert.

Daher erscheint das eingeschriebene Bild von verschiedenen Winkeln aus betrachtet entweder als Positiv- oder Negativbild. Einem Pressesprecher der Firma zufolge könnten sich so auf einfache Weise fälschungssichere Pässe, Ausweise oder Scheckkarten herstellen lassen.

Die genaue Zusammensetzung der Tinte ist aus patentrechtlichen Gründen nicht bekannt gegeben worden. In einem nächsten Schritt wollen die Entwickler der Firma nun mittels Laserstrahlen verschiedener Wellenlängen farbige Bilder mit ein und derselben Tintenschicht erzeugen.

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Stefan Maier
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