Einstein hatte Recht: Die Schwerkraft ist so schnell wie das Licht - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Astronomie+Physik Technik+Digitales

Einstein hatte Recht: Die Schwerkraft ist so schnell wie das Licht

Die Gravitation breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus. Das haben amerikanische Astronomen herausgefunden, die erstmals die Ausbreitungsgeschwindigkeit dieser fundamentalen Kraftwirkung bestimmen konnten. Über ihre Ergebnisse berichteten die Forscher auf einem Treffen der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft in Seattle.

Für ihre bislang beispiellose Messung bedienten sich Sergei Kopeikin von der Universität in Columbia und Ed Fomalont vom nationalen Observatorium für Radioastronomie in Charlottesville des Planeten Jupiter. Während dieser durchs Blickfeld zog, beobachteten die Forscher mit mehreren zusammengeschalteten Teleskopen das Licht eines Quasars. Die von Jupiter ausgehende Gravitationskraft lenkte das Licht dieses hellen Zentrums einer weit entfernten Urgalaxie minimal ab. Daraus konnten die Wissenschaftler die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Schwerkraft berechnen.

Das Ergebnis: Die Gravitation breitet sich sehr wahrscheinlich mit Lichtgeschwindigkeit aus, wie es bereits Albert Einstein in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagt hatte. Für Physiker kommt dieses Resultat daher nicht überraschend. Doch hätte die Allgemeine Relativitätstheorie ? die fundamentale Theorie der Schwerkraft und des Universums als Ganzem ? umgeschrieben werden müssen, wären die Wissenschaftler zu einem anderen Ergebnis gelangt.

Isaac Newton, der die Gravitationskraft als erster physikalisch exakt beschrieb, glaubte noch, dass sich diese Kraftwirkung ganz ohne zeitliche Verzögerung ausbreitet.

Anzeige

ddp/bdw – Ulrich Dewald
Anzeige

bild der wissenschaft | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

Agar–Agar  〈m. 6 od. n. 15; unz.〉 sülzartiger Stoff aus Rotalgenarten für Nährböden von Bakterienkulturen, als Gelatine u. a. [mal.]

Chla|my|dia  〈[çla–] f.; –; unz.; Med.〉 Krankheit, die durch Chlamydiabakterien hervorgerufen u. durch vaginalen, analen od. oralen Geschlechtsverkehr übertragen wird, kann zur Unfruchtbarkeit der Frau führen [<grch. chlamys ... mehr

Ca|li|for|ni|um  〈n.; –s; unz.; chem. Zeichen: Cf〉 künstlich hergestelltes radioaktives chem. Element; oV Kalifornium ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige