Energie aus dem Rucksack - wissenschaft.de
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Energie aus dem Rucksack

Einen „Biogas-Rucksack“, mit dem Kleinbauern in Entwicklungsländern ihren täglichen Energiebedarf decken können, hat Katrin Pütz von der Universität Hohenheim entwickelt. Die Agrartechnikerin will ihr Konzept zunächst in Äthiopien testen. Dort benutzen die Bauern vorwiegend Holz zum Kochen und Beleuchten. Bis zu 40 Kilogramm des Rohstoffs benötigt eine Familie pro Tag. Doch Holz ist knapp geworden und entsprechend teuer. Außerdem ist der Transport für die Menschen sehr mühsam. Der Rucksack dagegen wiegt nur zwischen drei und vier Kilogramm, fasst einen Kubikmeter Biogas und lässt sich in wenigen Minuten an einer zentralen Anlage füllen, die von einem Investor finanziert werden soll. Der Biogas-Rucksack, der aus Sicherheitsgründen vor dem Haus gelagert werden soll, lässt sich mit einem Schlauch durch ein Loch in der Wand mit dem Kocher oder der Lampe verbinden. Bei Bedarf wird dann das Gas aus dem Sack gedrückt.

Wie viel die Bauern für eine Füllung bezahlen müssen, ist noch unklar. Pütz ist aber überzeugt, dass es weitaus weniger sein wird, als die entsprechende Menge Holz kostet. Außerdem schont das neue Konzept die Wälder vor noch stärkerer Abholzung. Der Rucksack ist bereits marktreif. Er soll etwa 30 Euro kosten und mindestens 10 Jahre halten.

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