Erdbebensensoren in Sicherheitszäunen spüren Eindringlinge auf - wissenschaft.de
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Erdbebensensoren in Sicherheitszäunen spüren Eindringlinge auf

Sicherheitstechnik steht zur Zeit hoch im Kurs. Einen neuen, hoch empfindlichen und dennoch kostengünstigen Bewegungsmelder für jede Art von Zäunen haben nun Wissenschaftler der Pennsylvania State University entwickelt. Sie nutzen dabei die hohe Empfindlichkeit von Sensoren, die sonst zur Messung von geringen Bodenbewegungen oder Erdbeben eingesetzt werden.

Für das System verwenden wir Geophone, die günstig und robust sind, erklärt David C. Swanson, Professor am Applied Research Laboratory der Universität. In einem Zaun werden zusätzlich unauffällige Drähte gespannt, die mit den Geophonen verbunden werden. Will ein Unbefugter eindringen und über den Zaun steigen, kann sowohl die Stärke der Vibration am Zaun als auch der Ort des Eindringens bestimmt werden.

Auch dazu schauten sich die Forscher eine Technologie bei den Geophysikern ab. Denn mit einem einfachen Programm können die Laufzeitunterschiede, mit denen die Vibration die Geophone erreicht, bestimmt werden. Je nach Anzahl dieser Sensoren, kann so der Ort der Störung beliebig genau gemessen werden. Die variabel einstellbare Empfindlichkeit könne dabei so groß sein, dass selbst kletternde Eichhörnchen gemeldet werden könnten.

Swanson sieht in dieser einfachen Technik eine stabile Alternative zu Bewegungsmeldern mit Mikrowellen-Technik oder zu einer Video-Überwachung. Große Areale könnten zu einem Bruchteil der Investitionskosten zuverlässig gesichert werden. Denn ein Hochsicherheitszaun eines Gefängnisses koste pro Meter etwa 1.000 Mark. Die Sicherung über Geophone sei für rund zehn Mark zu gewährleisten.

Mehr zum Thema Sicherheitstechnik finden Sie im bdw-Newsarchiv.

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Jan Oliver Löfken
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