Facebook im Gehirn - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Gesellschaft+Psychologie Gesundheit+Medizin Technik+Digitales

Facebook im Gehirn

2880355.jpg

Ein Zukunftsszenario, das mit Ideen aus den Neurowissenschaften spielt: Kern des Thrillers für Jugendliche ist ein Chip, der mit dem Nervensystem verwächst und den direkten Austausch von Gedanken ermöglicht: So entsteht die „Kohärenz“ – eine Art Superorganismus aus Menschen, die ihre Individualität in etwas aufgehen lassen, das übermenschlich effizient denkt und handelt. Die Grundidee ist gar nicht so weit hergeholt: Schon seit geraumer Zeit gibt es Implantate, die im Gehirn oder an den Außenstellen des Nervensystems angesetzt werden und Nervensignale interpretieren, wie Cochlear-Implantate für Gehörlose und Retina-Implantate für Blinde. Und in diesem Frühjahr konnte eine gelähmte Frau erstmals mit ihren Gedanken einen robotischen Greifarm steuern, weil ein Hirnimplantat ihre Nervensignale in Steuerungssignale übersetzte. In dem Buch des Science-Fiction-Autors Andreas Eschbach wird der Chip durch die Nase eingeführt und am Riechnerv angedockt, eine gut erreichbare Schnittstelle zum Gehirn. Den Eingriff kann jedes Tattoo-Studio durchführen.

Als die „Kohärenz“ den Chip als eine Art „Facebook fürs Gehirn“ propagiert, stehen junge Leute weltweit Schlange, um immer mit ihren Freunden verbunden zu sein. Nur wenige Menschen kämpfen dagegen. Ein spannender Thriller – auch für Erwachsene –, der zum Nachdenken über die zunehmende Vernetzung anregt. Antonia Rötger

Andreas Eschbach TIME OUT Arena, Würzburg 2012 520 S., € 18,99 ISBN 978–3–401–06630–1 Hörbuch mit 6 Audio-CDs für € 19,99 ISBN 978–3–401–26630–5

Anzeige

bild der wissenschaft | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

Kelch  〈m. 1〉 1 (meist kostbares, geschliffenes) Trinkglas mit Fuß, bes. das Gefäß für den Wein beim Abendmahl 2 〈Bot.〉 meist grüner, oft verwachsener äußerer Teil einer doppelten Blütenhülle ... mehr

Gus|la  〈f.; –, –s od. Gus|len; Mus.〉 lautenförmiges Streichinstrument mit nur einer Saite, von den Balkanvölkern zum Gesang der Guslaren gespielt [<serb.]

asper|ma|tisch  〈Adj.; Med.〉 ohne Samenzellen, Spermien ● ~es Ejakulat [<a…1 ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige