Fixierende Beschallung - wissenschaft.de
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Fixierende Beschallung

Japanische Wissenschaftler können ölige Flüssigkeiten mithilfe von Ultraschall in zähflüssige Gele verwandeln. Dazu verwenden sie einen neu entwickelten Verbindungsstoff, der bei einer Frequenz von 40 Kilohertz in wenigen Sekunden ein undurchsichtiges, weißes Gel bildet. Durch eine kurze starke Erwärmung können die Wissenschaftler das Gel wieder verflüssigen. Die Entwicklung könnte einmal für Stoßdämpfer von Autos oder für den sicheren Transport gefährlicher Flüssigkeiten eingesetzt werden.

Wie das Gel chemisch genau funktioniert, haben Takeshi Naota und Hiroshi Koori von der Universität in Osaka bisher noch nicht verstanden. Die Substanz besteht aus kleinen organischen Molekülen, in die Palladiumatome eingebaut sind und die in Aceton gelöst werden, um eine durchsichtige ölige Flüssigkeit zu erhalten. Die Forscher vermuten, dass durch den Ultraschall Molekülketten zum Schwingen gebracht werden und sich dadurch verbinden. Erprobt haben die Wissenschaftler den Stoff bereits bei drei verschiedenen organischen Lösungen, die sie dadurch in Gele verwandeln konnten.

Gele sind halbfeste Mischungen aus festen und flüssigen Stoffen, die sich gegenseitig durchdringen und eine dreidimensionale Struktur bilden. Gewöhnlich werden Gele gebildet, indem eine Säure zu einer Flüssigkeit mit Schwebstoffen gegeben oder eine solche Mischung mit UV-Licht bestrahlt wird. Einige dieser Mixturen werden sogar durch bloßes Schütteln zu einem Gel. Dieses zerfließt jedoch häufig, wenn das Schütteln wieder aufhört. Andere Gele sind wiederum so stabil, dass sie sich kaum wieder verflüssigen lassen.

New Scientist, 25.Juni, S. 32

ddp/wissenschaft.de – Anne Wloka
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