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Forscher: Winzige Mengen exotischer Materie könnten Zeitreisen ermöglichen

Neuseeländische Wissenschafter haben herausgefunden, dass selbst unendlich kleine Mengen so genannter exotischer Materie stabile „Wurmlöcher“ im Universum erzeugen können. Derartige Wurmlöcher verbinden weit entfernte Regionen der vierdimensionalen Raumzeit und würden daher Spekulationen zu Folge Zeitreisen ermöglichen. Darüber berichten die Forscher im Fachblatt Physical Review Letters (Bd. 90, Artikel 201102). Die Forscher wissen allerdings nicht, ob derartige Materie jemals erzeugt werden kann.

Matt Visser von der Victoria Universität in Neuseeland und seine Kollegen untersuchten in ihrer Studie eine besondere Art von Materie, die von Gravitationskräften nicht wie herkömmliche Atome angezogen, sondern abgestoßen wird. Diese in der Fachwelt als exotisch bezeichnete Materieform kann der Allgemeinen Relativitätstheorie Einsteins zu Folge Wurmlöcher in der Raumzeit auslösen und somit Zeitreisen zu entfernten Regionen des Universums ermöglichen.

Die Wissenschaftler um Visser haben nun herausgefunden, dass selbst eine unendlich kleine Menge exotischer Materie ausreicht, um ein Wurmloch zu erzeugen. Ob Zeitreisen damit allerdings jemals möglich sein werden, ist vollkommen unklar.

Zum einen haben Theoretiker keinerlei Anhaltspunkte, ob exotische Materie hergestellt werden kann. Zum anderen hat der britische Physiker Stephen Hawking in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts vorhergesagt, dass selbst ein einziges Atom gewöhnlicher Materie ein Wurmloch zum Einsturz bringen kann. Raumschiffe könnten demnach niemals durch ein Wurmloch zu entfernten Punkten der Raumzeit reisen.

Stefan Maier
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