Hoch hinaus - wissenschaft.de
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Hoch hinaus

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Klassischer Personenaufzug. Doch die Forschung arbeitet inzwischen an Alternativen zu solchen Liften.(Foto: ThyssenKrupp)
Für die meisten von uns sind Aufzüge eine ganz normale Sache: Man geht hinein, drückt einen Knopf, fährt hinauf oder hinunter und wenig später befindet man sich im gewünschten Stockwerk. Über die Technik, die dahinter steckt, machen wir uns nur wenig Gedanken. Doch die wird immer komplexer und ausgefeilter. Der Grund: Hochhäuser wachsen inzwischen im wahrsten Sinne des Wortes in den Himmel und da kommt der klassische Lift, der an Stahlseilen hängt, an seine Grenzen. Für die aktuelle Ausgabe von bild der wissenschaft hat bdw-Autor Bernd Eberhart recherchiert, wie Menschen künftig in Wolkenkratzern in die verschiedenen Ebenen transportiert werden können. Das Ergebnis ist ein lesenswerter Artikel, der unter der Überschrift „Transrapid im Aufzugschacht“ Einblicke in eine faszinierende und bisher weitgehend unbekannte Technologie gibt.

Mit 828 Metern ist es das bisher höchste Gebäude der Welt: der Burj Khalifa in Dubai. Durch seinen 504 Meter langen Aufzugschacht saust ein superschneller Seilaufzug der neuesten Generation. Er schafft eine Geschwindigkeit von über 17 Metern in der Sekunde. Doch mit dem Burj Khalifa ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Architekten arbeiten bereits an Entwürfen für Wolkenkratzer, die 1000 Meter und mehr hoch sein sollen. Und diese Höhe können klassische Seilaufzüge nicht mehr bewältigen – allein schon deshalb, weil die Stahlseile sehr dick sein müssten und bei einer Höhe von 1000 Metern unter ihrem eigenen Gewicht reißen würden. Was also tun? Aufzugforscher sagen: Der Antrieb muss – zumindest teilweise – in jede Kabine integriert werden. Wie das aussehen soll, beschreibt Eberhart ausführlich in der Februarausgabe von bdw: mit einem sogenannten Langstator-Synchronlinearmotor. Das Prinzip gleicht dem einer Magnetschwebebahn. An Bord der Aufzugkabine befinden sich Permanentmagnete, die als Läufer fungieren. An der Schachtwand ist das Gegenstück angebracht, der Stator. Er besteht aus Hunderten individuell ansteuerbarer Kupferspulen, die über die gesamte Länge des Schachtes in einer Linie angeordnet sind. Bei entsprechender Taktung bewegt sich die Aufzugkabine nach oben oder unten – eine faszinierende Technik, an deren Verwirklichung Ingenieure und Wissenschaftler mit Hochdruck arbeiten. Welche Konzepte sie noch verfolgen und mit welchen Schwierigkeiten sie dabei zu kämpfen haben, lesen Sie jetzt in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft – in Bernd Eberharts bildstarkem Artikel über die Aufzüge der Zukunft.

© wissenschaft.de
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