Klingt so der Mars? - wissenschaft.de
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Klingt so der Mars?

Weltraumteleskope und Satelliten liefern Unmengen an Bildern und Daten über andere Planeten. Und obwohl einige der Sonden auch Mikrofone an Bord hatten, fehlt uns noch immer etwas aus den Weiten des Alls: Geräusche.

Ein amerikanisches Forscherteam um Tim Leighton von der University of Southampton hat nun eine Methode entwickelt, Geräusche zu simulieren ? wie sie sich auf dem Mars, der Venus und dem Saturnmond Titan höchstwahrscheinlich anhören. Dazu entwickelten sie eine Software, die anhand der Zusammensetzung der Atmosphäre, des Drucks und der dadurch beeinflussten Wellenlängen des Schalls tosende Wasserfälle und den Ausbruch eines Eisvulkans auf Titan, Gewitter auf der Venus und Wirbelwinde auf dem Mars erklingen lässt.

Ein Highlight: Die ersten Zeilen des amerikanischen Kinderreims aus dem 19. Jahrhundert ?Mary has a little lamb?, das später auch die Beatles vertonten. ?Auf der Venus klingt die menschliche Stimme tiefer, weil die dichte, suppige Gas-Atmosphäre die Töne langsamer vibrieren lässt. Gleichzeitig ist der Schall aber schneller als auf der Erde, was uns hinter dem Sprecher eine kleine Person vermuten lässt. Auf der Venus klingen Menschen also wie Basszwerge?, erklärt Tim Leighton. Wenn sich Astronauten eines Tages auf den Weg zum Mars machen, hat der Wissenschaftler einen speziellen Wunsch: Dass sie verschiedene Instrumente mitnehmen. ?Wenn sie dort spielten ? wie würde das wohl klingen??

Donner auf der Erde,

… auf dem Mars,

… und auf der Venus.

Amerikanischer Kindereim „Mary had a little lamb“
Mary had a little lamb,
ist fleece was white as snow,
everywhere that Mary went
the lamb was sure to go.

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Deutsche Übersetzung
Mary hatte ein kleines Lamm,
sein Fell war weiß wie Schnee,
überall, wo Mary hinging,
folgte ihr das Lamm.

?Mary had a little lamb? auf der Erde,

? auf dem Mars,

? auf der Venus

? und auf dem Titan.

Pressemitteilung der University of Southampton © wissenschaft.de ? Marion Martin
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