Kopfzerbrechen über die Zeit - wissenschaft.de
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Kopfzerbrechen über die Zeit

Alles andere als selbstverständlich – die Zeit bringt den Menschen an die Grenzen seines Verstandes: Gibt es den Zeitfluss überhaupt oder ist womöglich „alles auf einmal“ da? Und: Woraus besteht die Zeit – gibt es so etwas wie „Zeit-Atome“? Fragen wie diese werden unter Wissenschaftler momentan kontrovers diskutiert. Darüber berichtet der bdw-Autor Rüdiger Vaas im Titelthema der Dezemberausgabe von bild der wissenschaft.

Gerade jetzt, in diesem Moment, lesen Sie diese Zeilen – doch was ist dieses „Jetzt“ und der Moment überhaupt? Vereinfacht betrachtet ist die Gegenwart der Übergang von der Zukunft in die Vergangenheit. Doch was genau bedeutet das nun wiederum? Je detaillierter man über das Wesen der Zeit nachgrübelt, desto nebulöser und unfassbarer erscheint sie. Viele große Geister haben sich über das Mysterium Zeit schon den Kopf zerbrochen und das Thema bleibt stets aktuell.

Albert Einstein meinte: Die Zeit sei eine hartnäckige Illusion und die Zukunft hielt er für eindeutig festgelegt. Diese Vorstellung wird als Blockuniversum bezeichnet: In diesem vierdimensionalen Gebilde ist alles vom Anfang bis zum Ende der Zeit enthalten. Mit der Kontroverse über diese Ansicht und alternativen Denkansätzen setzt sich Rüdiger Vaas im ersten Artikel des zweiteiligen Titelthemas auseinander. Einige Physiker widersprechen Einstein klar: Sie wollen die schwer fassbare vierte Dimension wieder als Fundament der Natur etablieren. Sie entwickeln Modelle einer „fließenden“, vergehenden Zeit, bei der die Zukunft durchaus offen und unbestimmt ist.

Gibt es „Raumzeit-Atome“?

Im zweiten Teil des Titelthemas beschäftigt sich Vaas mit aktuellen Diskussionen um die Frage, aus was die Zeit eigentlich „besteht“. Aktuelle Denkansätze dazu rücken nun erneut ein altes Symbol für die Zeit ins Bild: die rieselnden Körnchen in einer Sanduhr. Analog dazu glauben einige Physiker, dass die Zeit tatsächlich aus so etwas wie Körnchen bestehen könnte, wenn auch aus viel kleineren als der feinste Sand. Die Raumzeit würde demnach nicht kontinuierlich fortschreiten wie es die Relativitätstheorie besagt, sondern gleichsam „atomar“.

Das wiederum würde bedeuten: Der scheinbare Strom der Zeit wäre in Wirklichkeit ein  ruckendes Fortschreiten, wobei jeder Ort sein eigenes Tempo hat. Möglicherweise vermehren sich die „Raumzeit-Atomen“ auch, so eine Vorstellung im Rahmen dieser Theorie. Vielleicht könnten sich dadurch auch Defekte in der Raumzeit ergeben. Wie Vaas berichtet, suchen Astrophysiker nun bereits nach solchen Effekten.

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Die beiden Artikel „Die vertrackte Gegenwart“ und „Die körnige Zeit“ finden Sie in der Dezember-Ausgabe von bild der wissenschaft, die ab dem 15. November im Handel erhältlich ist.

 

  
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