Künstliche Nasen wittern Landminen - wissenschaft.de
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Künstliche Nasen wittern Landminen

Mit dem Spürsinn eines Hundes sollen von der Tufts University Medical School entwickelte Maschinen, Landminen entdecken. Bei dem von John Kauer und Joel White konstruierten Geruchsdetektor handelt es sich um ein Gerät, das von herkömmlichen künstlichen Nasen in zweierlei Hinsicht abweicht: Es ist für einen bestimmten Geruch konzipiert ? Landminen – und es arbeitet nach einer Methode, die den Geruchssinn von Tieren imitiert.

Für White und Kauer ist diese Arbeit ein wichtiger Schritt , künstliche Nasen für anspruchsvollere Aufgaben als das bisher übliche Unterscheiden von Kaffee- und Käsesorten einzusetzen. Kernfrage ist für die beiden Forscher, ob eine Maschine den Geruchssinn eines lebenden Wesens nachempfinden kann.

Die von den beiden entwickelte Box, die mit 32 verschiedenen Sensoren ausgestattet ist, wird mit Luft gefüllt und ein Programm sucht nach vorgegebenen Geruchsmustern. Eine integrierte Stimme informiert den Bediener über die Analyse. Ein Erfolg dieses Projekts könnte dazu beitragen, die Zahl der noch verborgenen Landminen, die derzeit bei 60 Mio. liegt, zu reduzieren. In 70 verschiedenen Ländern wird durchschnittlich alle 22 Minuten eine Person von Landminen zerfetzt.

Versuche auf einem nicht aktiven Minenfeld in Missouri waren bislang nur teilweise erfolgreich, weil Luftbewegung die Gerüche zerstreut. Gerüche von Landminen sicher zu erkennen, wäre jedoch für das amerikanischen Verteidigungsministerium, das das Projekt finanziert, von Interesse. Ein anderes Projekt dieser Initiative beschäftigt sich mit Honigbienen, die ebenfalls den Geruch von Landminen ausmachen können. Sensoren in Bienenstöcken sollen feststellen, ob die Honigbienen auf die Spur einer Landmine gekommen sind.

Marion Herzog
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