Lattenzaun statt "Windmühle": wirtschaftlicher und einfacher Windgenerator - wissenschaft.de
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Lattenzaun statt "Windmühle": wirtschaftlicher und einfacher Windgenerator

Aus dem Baskenland kommt ein neuartiger Windgenerator, der die Windenergie effizienter und kostengünstiger einfangen soll als die bekannten dreiarmigen „Windmühlen“. Das System lässt sich komplett aus Einzelmodulen zusammenstellen, ist einfach zu produzieren und benötigt weder Spezialtransporter noch große Kräne, erklärt die Herstellerfirmen Enerlim und Necesa. Weil die Höchstgeschwindigkeit der Einzelteile 40 km/h beträgt, stellt der „Windzaun“ auch für Vögel keine Gefahr dar.

Der so genannte „Aerogenerator“ besteht aus zwei 25 Meter hohen Säulen im Abstand von 135 Metern. Jede Säule trägt übereinander drei Riemenscheiben von drei Metern Durchmesser, die eine umlaufende Kabelkonstruktion spannen, an deren Außenseite wie Zaunlatten 53 rechteckige Windschaufeln angebracht sind. Das Profil dieser zwölf Meter hohen Schaufeln sorgt laut Enerlim dafür, dass der Angriffswinkel für jede Windrichtung der selbe ist.

Die Konstruktion beginnt zu arbeiten, sobald der Wind mehr als 4 Meter pro Stunde erreicht. Der Wind schiebt die Schaufeln auf ihrem Weg um die Säulen herum, Wechselstromgeneratoren produzieren elektrische Energie. Dabei liefern sie keinen gleichmäßigen Energiestrom, sondern schwanken im Output je nach Windstärke. Bei Windgeschwindigkeiten über 20 Metern pro Sekunde schaltet das System automatisch ab, um Schäden zu vermeiden. Erste Prototypen des „Aerogenerators“ stehen im Losa-Tal im spanischen Burgos. Sie sollen jährlich 281.176 Kilowattstunden Energie produzieren und damit den Bedarf von 80 Häusern decken.

Dörte Saße
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