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Technik|Digitales

Rostocker Wissenschaftler entwickeln neues Verfahren zur Erforschung von Festkörpern

Physiker der Universität Rostock haben ein neues Verfahren zur Erforschung von Festkörpern entwickelt: Mit hochenergetischen Röntgenstrahlen regen sie Atomkerne in Festkörpern dazu an, charakteristische Röntgenstrahlen auszusenden. Das berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Physical Review Letters.

Während dieses Vorgangs lassen sie den Festkörper rotieren, so dass die ausgesandten Röntgenstrahlen wie der Schein eines Leuchtturmes über einen Detektor wandern. Dadurch erhalten die Forscher Einblicke in die Eigenschaften der Atomkerne im Festkörper in bisher unerreichter Auflösung.

Das Team um Ralf Röhlsberger entdeckte diesen „Kernleuchtturmeffekt“ bereits vor einem Jahr und berichtet nun über den ersten erfolgreichen Einsatz dieser neuen Technik zur Materialanalyse. Die Forscher ließen den Festkörper Samariumoxid unter Röntgenstrahlbeschuss rotieren und analysierten mit geeigneten Detektoren den von ihm selbst emittierten, rotierenden Röntgenstrahl. Dadurch gewannen sie neue Einblicke in den atomaren Aufbau des Festkörpers.

Die Emission elektromagnetischer Strahlen von Festkörpern ist seit vielen Jahrzehnten ein wichtiges Analysewerkzeug in der Materialforschung. Viele dieser so genannten Spektroskopiemethoden (wie zum Beispiel der Mößbauereffekt) sind allerdings nur zur Analyse von einer begrenzten Anzahl von Festkörpern geeignet. Im Gegensatz dazu scheint die Anwendung des Kernleuchtturmeffekts für die Analyse von einer Vielzahl von Materialien geeignet zu sein.

Stefan Maier
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