Schiffstechnik der Superlative - wissenschaft.de
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Schiffstechnik der Superlative

Die „World Dream“ - in Schiff wie ein schwimmender Hochhausblock. (Foto: Meyer Werft)

Weitwinkel ist angesagt! Die Zeitschrift bild der wissenschaft rückt in der Juni-Ausgabe die schwimmenden Kolosse den Fokus. Immer größere Container- und Kreuzfahrtschiffe laufen derzeit vom Stapel. Was hinter der Gigantomanie steckt, wie sie technisch möglich ist und wo die Grenzen im Schiffsbau liegen, beleuchtet das Titelthema „Giganten der Meere“.

Wer an kolossale Schiffe denkt, dem kommen zunächst vermutlich die Supertanker in den Sinn. Sie haben auch tatsächlich Rekorde zu bieten: Mit 458 Metern Länge war die „Jahre Viking“ die Spitze des Gigantismus. Doch der Wachtumstrend ist bei den Öl-Transportern schon seit einiger Zeit vorbei: Moderne Supertanker sind zwar immer noch riesig, doch zu monströse Ausmaße haben sich als problematisch erwiesen. Eine Rekordjagd ist momentan hingegen bei den Containerfrachtern und Kreuzfahrtschiffen zu verzeichnen, berichtet der bdw-Technik-Experte Ralf Butscher.

Hinter dem Trend steckt vor allem der Drang zur Effizienz: Bisher scheint das Prinzip „je größer das Schiff, desto geringer die Kosten für die Beförderung“ noch nicht ausgereizt zu sein. Im Fall der Containerfrachter gilt das für Güter – bei den Kreuzfahrtschiffen für Passagiere. So finden auf den rund 400 Meter langen Frachtschiffen der jüngsten Generation über 21.000 Standardcontainer Platz, jeder so groß wie eine Pkw-Garage. Bei den Kreuzfahrtschiffen ist das Ziel hingegen, den Reisenden eine wachsende Auswahl an immer außergewöhnlicheren Attraktionen an Bord zu bieten.

Von Mega-Technik, Limits und autonomen Schiffen

Bei Containerschiffen könnte das Größenwachstum bald an Grenzen stoßen. Mehr Potenzial in puncto Gigantismus scheinen hingegen noch immer die Kreuzfahrtschiffe zu haben. Nur in wenigen Werften der Welt können die Kolosse gebaut werden – eine von ihnen ist die Meyer Werft in Papenburg. Dort ist man den enormen Herausforderungen beim Bau und der Entwicklung der Megaschiffe gewachsen. Ralf Butscher berichtet unter anderem, warum die stählerne Schiffshülle gleichsam dünner als eine Eierschale ist und wie das Innere eines Kreuzfahrtschiffs Hunderte Kilometer Rohr­leitungen und elektrischer Kabel durchziehen.

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Anschließend gewährt der zweite Artikel des dreiteigen Titelthemas Einblick in die Bewältigung einer speziellen Herausforderung beim Bau von Schiffen in Papenburg: Bevor sie zu ihrer ersten Fahrt aufbrechen können, müssen die Kreuzfahrtschiffe aus der Meyer Werft erst die schmale Ems bis zur Mündung in die Nordsee hinab fahren. Der bdw-Autor Tim Schröder beschreibt, wie die passgenaue Schiffsüberführung „durchs Nadelöhr“ möglich ist.

Abgerundet wird das Titelthema von einem Blick auf eine vielversprechende Entwicklung in der modernen Schifffahrt: autonome Schiffe. Tim Schröder berichtet, dass 2018 in Norwegen der weltweit erste Frachter in Betrieb gehen soll, der keine menschliche Besatzung mehr an Bord benötigt. Offenbar ist dies der Beginn eines Trends: Andere Schiffe ohne Crew werden vermutlich bald folgen, geht aus dem Artikel „Matrosen ade“ hervor.

Das Schwerpunkthema zur Schiffstechnik in der Schwergewichtsklasse finden Sie in der Juni-Ausgabe von bild der wissenschaft, die ab dem 15. Mai im Handel erhältlich ist.

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Me|tall  〈n. 11〉 mit Ausnahme des Quecksilbers bei Zimmertemperatur fester Stoff, der einen charakterist. Glanz u. hohes Elektrizitäts– u. Wärmeleitvermögen hat ● ~ schmelzen, verarbeiten; ihre Stimme hat viel (wenig) ~ 〈fig.〉 sie ist hart (weich); ... mehr

da ca|po  〈Mus.; Abk.: d. c.〉 noch einmal von vorn ● ~ spielen [ital., ”vom Kopf (= Anfang) an“]

Ge|schichts|schrei|ber  〈m. 3〉 jmd., der sich mit Geschichtsschreibung beschäftigt; Sy Historiograf ... mehr

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