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Technik+Digitales

Tarnkappentapete schützt drahtlose Netzwerke vor Schnüfflern….

Eine Tarnkappentapete soll drahtlose Netzwerke in Gebäuden abhörsicher machen, ohne dabei den Handyempfang zu stören. Die Technik dieser High-Tech-Tapete des britischen Unternehmens BAE Systems stammt aus der militärischen Entwicklung. Das berichtet die Fachzeitschrift New Scientist in der Ausgabe vom 7. August.

Die Entwickler von BAE Systems fertigen die Sicherheitstapete aus einer nur einen Zehntel Millimeter dicken Lage aus Kapton, einem flexiblen Kunststoff, auf den auch die Schaltkreise von Camcordern gedruckt werden. Das Material wird beidseitig mit um 45 Grad gegeneinander gedrehten Kreuzmustern aus Kupfer beschichtet. Diese Kupferkreuze blockieren die Funksignale drahtloser Netzwerke, lassen jedoch die üblichen Mobilfunk- und Notruffrequenzen durch. Wird über eingebaute Dioden ein Strom zwischen den Schaltkreisen geschaltet, werden auch Handysignale blockiert. So lässt sich das Schutzschild an- und ausschalten.

Die genaue Funktionsweise der Tapete wollen die Entwickler jedoch nicht bekanntgeben. Die Tapete arbeite nach einem der Beugung von Lichtstrahlen vergleichbaren Prinzip, bei der durch Überlagerung bestimmter Wellenlängen manche Frequenzen ausgelöscht werden. Entwickelt wurde das Material ursprünglich zur Abschirmung militärischer Radargeräte. Damit wird verhindert, dass deren Reflektoren ein feindliches Radarsignal zurückwerfen und so den Standort des Geräts preisgeben.

Die auch Wireless-LAN genannten drahtlosen Netzwerke ermöglichen es, bis zu 100 Meter um einen Sender Daten auszutauschen oder im Internet ohne Kabelverbindung zu surfen. Allerdings können die Funksignale des Netzwerks abgehört und dekodiert werden. Für viele Firmen ist dies ein großes Sicherheitsrisiko. Daher wurde bereits versucht, Gebäude mit Aluminiumfolien und abgeschirmten Fenstern zu sichern. Das kann jedoch ein totales Funkloch im ganzen Gebäude erzeugen.

ddp/bdw ? Benjamin Eckenfels
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