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VOM EISE BEFREIT

Im Winter über eine Brücke zu fahren, kann zu einer gefährlichen Rutschpartie werden. Wenn die Brücke nämlich über einen Wasserlauf führt, ist sie ständig von feuchter und kalter Luft umgeben. Dies führt dazu, dass sich auf dem Straßenbelag bedeutend rascher Glatteis bildet als in der Umgebung.

Jetzt haben Ingenieure der Universität der Bundeswehr München um Ingbert Mangerig eine Methode entwickelt, um Brücken im Winter sicherer zu machen: In der Asphaltdecke verlaufen dünne Rohre aus Kunststoff. Durch sie wird in einem geschlossenen Kreislauf Grundwasser aus 80 Meter Tiefe gepumpt. Da der Asphalt sehr leitfähig ist, reichen bereits Temperaturen zwischen 10 und 12 Grad Celsius aus, um die Fahrbahn eisfrei zu halten.

Wichtig ist, dass man den richtigen Zeitpunkt ermittelt, um das System einzuschalten. Denn Glatteis kann sich sehr schnell entwickeln. Man muss dazu laufend vielfältige Wetterdaten sammeln und analysieren. Über die umfangreiche Datenbank lässt sich dann die Glättegefahr bestimmen und notfalls der Wasserfluss aktivieren.

Die erste Brücke mit dem neuen System zur Verbesserung der Verkehrs- sicherheit wird zurzeit im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein über den Elbe-Lübeck Kanal gebaut. Mitte des Jahres soll sie für den öffentlichen Verkehr freigegeben werden.

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