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Wie das Korn am besten poppt

Mit einem einfachen Trick kann die Popcornausbeute pro Maiskorn deutlich gesteigert werden: Während des Erhitzens muss lediglich der Druck in der Popcornmaschine vermindert werden und schon wird jedes Stück doppelt so groß wie beim herkömmlichen Verfahren. Den Praxistest hat diese Idee zweier amerikanischer Physiker bereits bestanden, berichtet der Online-Dienst der Fachzeitschrift Nature.

Wenn Maiskörner erhitzt werden, verwandelt sich die Feuchtigkeit in ihrem Inneren in Wasserdampf. Da jedes Korn jedoch von einer festen Schale umgeben ist, ist dieses gasförmige Wasser eingeschlossen. Die Folge: Innerhalb des Maiskorns entsteht Druck ? und zwar solange, bis die harte Schale aufreißt. In dem Moment dehnt sich der Wasserdampf schlagartig aus und bläst die Stärke aus dem Inneren des Korns zu einer Art Schaum auf. Dieser Vorgang hält so lange an, bis der Druck des heißen Wasserdampfs genauso groß ist wie der Luftdruck in der Umgebung.

Dieser Zusammenhang brachte Paul Quinn von der Universität in Kutztown und Joseph Both von der Stanford-Universität auf die Idee der Popcorn-Vergrößerung. Bei niedrigerem Außendruck, so ihre These, müssten sich die einzelnen Körner länger ausdehnen und somit voluminöseres Popcorn bilden. Für den Praxistest statteten die Wissenschaftler daher eine herkömmliche Popcornmaschine mit einer Vakuumpumpe aus und erhielten aus der gleichen Menge an Maiskörnern tatsächlich das doppelte Popcorn-Volumen.

Angenehmer Nebeneffekt der neuen Methode: Da der Druckunterschied zwischen dem Inneren der Körner und der Umgebung größer ist, platzen viel mehr Körner auf als beim gebräuchlichen Verfahren. Dadurch enthält das Unterdruck-Popcorn deutlich weniger von den unangenehm harten, nicht aufgeplatzten Maiskörnern.

ddp/bdw ? Ilka Lehnen-Beyel
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